Newsletter vom 17.10.2018

Wohnen wie die Iban auf Borneo?

Ein Blick nach Sarawak

Vor kurzem tagte der Wohnungsgipfel: Bezahlbare Wohnungen in Städten werden rar und teuer. In Berlin zum Beispiel kostete 2008 der m² in Miete durchschnittlich noch 5,60 €. 2018 sind es schon 11,40 € - eine Steigerung von mehr als 100%! Eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, ist derzeit auch keine gute Alternative, da die Immobilienpreise für viele unerreichbar hoch sind.

Wir finden, es lohnt sich zu schauen, welche anderen Wohn- und Lebenskonzepte es gibt. Dafür gehen wir mit euch nach Sararwak auf die Insel Borneo.

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Das Langhaus der Iban (Ureinwohner Borneos) ist ein einzelnes, zusammenhängendes Gebäude, dass eine große Gemeinschaft beherbergen kann. Nein, keine WG, wie viele sie vielleicht von früher kennen. Jedes Langhaus hat einen privaten und einen öffentlichen Bereich. Jeder ist für seinen Bereich zuständig und es gibt eine große Terrassen-Galerie, auf der sich alle treffen, austauschen, gemeinsam arbeiten können. In unmittelbarer Nähe zum Haus gibt es Anbauflächen für Gemüse, Reis und Obstbäume. Bei Arbeiten am Haus unterstützt man sich und erledigt sie gemeinsam.

Auf dem Bild seht ihr solch ein traditionelles Langhaus der Iban. Dieses wurde in Pfahlbauweise oft am Ufer eines Flusses errichtet und bestand aus Holz und weiteren pflanzlichen Baustoffen. Natürlich hält so eine ökologische und naturnahe Bauweise nicht ewig. Beliebt war der schnell wachsende und leicht zu verarbeitende Bambus, der eine Haltbarkeit von etwa 10 Jahren besitzt. Nach Ablauf dieser Zeit, zogen die Bewohner entweder weiter oder führten gemeinsam eine Grunderneuerung des Hauses durch, je nachdem ob es in der Nähe noch ertragreiche Anbauflächen gab.

Die Iban betrieben Wanderfeldbau. D.h. ihre Anbauflächen für den Reis verlegten sie immer wieder und in größeren Abständen auch den Ort ihrer Langhaus-Siedlung. Die Iban der Gegenwart nutzen mittlerweile moderne Materlialien wie Bleche, Kunststoffe und zum Teil auch konkrete Betonstrukturen. Die halb-nomadische Lebensform ist nicht mehr verbreitet und der Sesshaftigkeit gewichen.

Nomadisches Leben liegt in unseren Breiten noch sehr viel weiter zurück. Dennoch können bei den gegenwärtigen Kosten für Wohnraum, Wandergefühle durchaus etwas Raum in unserer Gedankenwelt einnehmen. Wir wünschen uns natürlich für unsere Reisegäste diesbezüglich keinen Wanderdruck. Vielmehr fänden wir es großartig, wir würden dieser alten Lebensweise das bestmögliche abgewinnen und für begrenzte Zeit dem Umherziehen fröhnen – um Neues zu entdecken und den Blick zu weiten. Wir hätten da zwei Vorschläge, wovon uns einer auch in die Heimat der Iban – nach Sarawak – führt:

Borneo - Reise zum Land unter dem Wind

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Wir starten - wie alle Jahre - kurz nach Weihnachten am 27.12.2018 und bleiben bis zum 16.01.2019 auf Borneo und in Kuala Lumpur. Das sind 3 intensive Wochen in tropisch warmen Gefilden.

Der Regenwald Borneos ist 130 Millionen Jahre alt. In ihm sind mehr als 15.000 Pflanzenarten und zahlreiche Tiere zuhause. Wir gehen unseren Entdeckungsweg von Kuching zu den nahegelegenen Halbinseln Santubong und Bako (der älteste Nationalpark Sarawaks) um dann am äußersten Ende Sarawaks, in den zum Weltnaturerbe erklärten Mulu-Nationalpark einzutauchen. Mit etwas Glück erspähen wir Nasenaffen und mit der nötigen Fitness schaffen wir den Aufstieg zum Gunung Api, um die weltberühmten Felsnadeln zu sehen, die bis zu 50 Meter aus dem Dschungel ragen.

Der zweite Teil unserer Reise führt uns nach Sabah. Wir bekommen es hier mit nicht weniger zu tun, als mit dem höchsten Berg Südostasiens (Gunung Kinabalu) und Flußfahrten durch die artenreiche Kinabatangan-Floodplain (Heimat des Borneo-Zwergelefanten). Wir besuchen das Orang-Utan Sanctuary Sepilok und erliegen zum Abschluss den Traumstränden Borneos.

Sumatra - Vom Vulkan bis zur Koralleninsel

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Nächster Termin: 09. bis 29. März 2019

Die tropische Insel Sumatra lockt mit Abenteuern, Naturbegegnungen und ihrer kulturellen Vielfalt. Zusammen mit Borneo ist sie der einzige Lebensraum für in Freiheit lebende Orang-Utans. Der Pongo abelii (Sumatra Orang-Utan) teilt sich die Insel mit dem Sumatra-Tiger, dem Sumatra-Elefanten, dem Malaienbär und etwa 200 anderen Säugetierarten.

Unsere Reise durchstreift verschiedene Regionen und Lebensräume dieser großen Insel, die unterschiedlicher kaum ausfallen könnten. Wir hören den Ruf der Gibbons (Siamang) und können mit etwas Glück den ein oder anderen im dichten Gehölz entdecken.

Bei dieser Reise haben wir für euch eine ausgewogene Mischung aus Bewegung und Naturerkundungen mit entspannten Tagen am Danau Toba See und auf einer kleinen tropischen Insel mit Palmenstrand zusammengestellt. Sampai jumpa Sumatera (bis bald Sumatra) - wir können es kaum erwarten!

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