Schlagwort Bali

Sidemen am 03.01.2023 15:20 (katarina) [458]

Wanderung in und um Sidemen mit Nyoman (Foto: katarina , Sidemen, Bali, Indonesien am 03.01.2023) [5616]

Jalan Jalan mit Nyoman

Wer in Indonesien oder Malaysia unterwegs ist, bekommt ganz oft die Frage gestellt: Wohin gehst du? Woher kommst du? Ich bin erstaunt, dass Nyoman (unser einheimischer Guide) bei unserer kleinen Wanderung, diese Frage auch immer wieder beantworten muss. Er meint, die Leute seien halt interessiert. Noch mehr freue ich mich darüber, dass er mit Jalan Jalan antwortet.

Jalan Jalan heißt so viel wie spazieren gehen (Jalan alleine ist die Straße). Etwas was wir auch immer wieder gerne entgegnen.

Nyoman haben wir 2014 kennengelernt. Mit ihm sind wir auf den Gunung Agung - den höchsten Vulkan und gleichzeitig heiligen Berg von Bali - gestiegen. Nyoman ist ein sehr angenehmer ruhiger Mensch. Heute erfüllt sich ein kleiner Traum von mir. Ich wollte mehr erfahren, wie die Balinesen es schaffen so harmonisch wirkende Kulturlandschaften zu formen und zu bestellen. Und meine Neugier wird gestillt. Es sind an die Landschaft angepasst oft kleine Parzellen, die bestellt werden. Auf einer Parzelle wird z.B. für 6 Monate Reis angebaut und danach Chili, Bohnen, und Spinat. Etwas seltener ist die Bali-Kartoffel zu sehen.

Beim Chili gibt es 2 Sorten: Der Chili Bali ist etwas kleiner und wohl schärfer als der Chili Lombok, der wiederrum Namensgeber für die Nachbarinsel ist.

Immer wieder streifen wir Wasserstraßen und Bewässerungskanäle. Alles wirkt sehr ausgetüftelt. Es gibt auch Tierhaltung. Vereinzelt sehen wir kleine Ställe für Kühe oder Hühner und eine sehr kleine Fischfarm zwischen den Feldern.

Morgen wird Galungan gefeiert, daher ist kaum etwas los auf den Feldern. Die meisten Menschen sind mit den Vorbereitungen für diesen hohen Feiertag eingebunden. Wir haben also Glück diese Harmonie an Landschaften ganz für uns erleben zu dürfen. Weiter oben, wo kein Reis angebaut werden kann, sind dann Kokospalmen und Nelkenbäume (für die beliebten Nelkenzigaretten). Die Palmen haben manchmal Metallplatten am Stamm, damit die Affen nicht hochklettern, um die Kokousnüsse zu klauen.

Wir können Nyoman Mukti als Guide sehr empfehlen. Seine Kontaktdaten sind:
+62 85238548412 (Telefonnummer)
+62 853-3845-8258 (whatsApp)

Gili Air am 02.01.2023 20:20 (katarina) [457]

wildes Meer, Wellen (Foto: chari , Gili Air, Lombok, Indonesien am 31.12.2022) [5598]

Das Abenteuer beginnt.

Wie verlässt man das Paradies? Nach 11 Tagen auf den beiden kleinen Inseln Gili Meno und Gili Air - der Inbegriff an Gelassenheit und entspanntem Sein - wird das sicherlich keine einfache Sache. Doch dann wird es noch schwerer.

In der Nacht hat es stark geregnet und schon die letzten Tage war das Meer wild, das Wetter unbeständig. Als uns am Morgen die Mail erreicht, dass unser Fastboat komplett gecancelt wurde und auch nicht klar ist, ob in den nächsten Tagen eins fahren wird, ist Nachdenken angesagt. Bleiben wir noch einen weiteren Tag hier oder welche Möglichkeiten haben wir noch, um zurück nach Bali zu kommen? Unser Flug geht immerhin in gut 2 Tagen.

Wir beschließen von Gili Air mit einem kleinen Boot nach Lombok zu fahren (Fahrtzeit normalerweise 15 min.) und dann mit einem privaten Transfer zum Fährhafen Lembar (Fahrtzeit ca. 1,5 Std.) und von dort mit der Fähre nach Padangbai (Fahrtzeit ca. 5 Std.). Klingt machbar. Aber dieser Weg wird uns mehr Zeit kosten als die 2stündige Fahrt mit dem Fastboat.

Morgens um 9:30 verlassen wir unsere Unterkunft. Allein die kurze Bootsfahrt rüber nach Lombok wird zum Abenteuer. Wir müssen über den Strand aussteigen, was bei den hohen Wellen eine Herausforderung ist. Es klappt und wir folgen einem jungen Mann, der uns zum Transferbus nach Lembar bringen soll. Doch von einem Bus keine Sicht. Erst gibt es keine Info, dann stellt sich heraus, dass dieser Transfer erst in 2 Stunden sein soll. Eine Familie aus Polen und wir setzen

Rund 11 Stunden später sind wir dann um 20:30 an unserem Ziel in Sidemen auf Bali angekommen.

Sidemen am 21.12.2022 11:40 (katarina) [453]

Vrikshasana am Banyan-Tree Temple (Foto: chari , Sidemen, Bali, Indonesien am 20.12.2022) [5566]

Sidemen - eine grüne Oase

Wir sind auf Erkundung. Neben schönen Orten werfen wir auch immer wieder einen Blick auf besondere Unterkünfte, die zu unseren Unternehmungen, zu uns und unseren Gästen passen könnten.

In der Nähe von Sidemen sind wir fündig geworden. Wir sind selbst so angetan von der Stimmung hier vor Ort: der Fluss rauscht, die Natur ringsum ist traumhaft grün, die Unterkunft ist ausgetüfftelt und geschmackvoll eingerichtet und der Hammer ist, es gibt einen wunderschönen Yoga-Raum. Um genau zu sein, ein Yoga-Shala, dass zu allen 4 Seiten offen ist mit Blick auf den Gunung Agung.

Wir unternehmen direkt erste kleine Wanderungen und entdecken eine Wasserstraße und einen kleinen Weg durch Terrassenfelder zu einem Tempel mit Banyantree. Die Menschen vor Ort sind interessiert und offen. Es ergeben sich vereinzelte kurze Wortwechsel auf halb indonesisch, halb englisch.

Ubud am 20.12.2022 00:12 (katarina) [452]

Seerose am Saraswati-Tempel (Foto: chari , Ubud, Bali, Indonesien am 19.12.2022) [5561]

Kulturlandschaften in Perfektion

Om swastiatu (Begrüßung auf Bali, wobei die Hände vor die Brust geführt werden).

Es ist mein viertes Mal auf Bali und auch dieses Mal frage ich mich, woran es liegt, dass ich mich hier sofort so wohl fühle? Was macht Bali aus, was ist das Besondere? Die Insel hat für ihre Größe eine erstaunliche Bevölkerungsdichte: 765 Einwohner pro km² (im Vergleich dazu hat Deutschland 235 Einwohner und Australien 3 Einwohner pro km²). Hinzu kommen noch die ganzen Touristen aus aller Welt, die sich auf der Insel bewegen.

Es ist unglaublich voll auf den Straßen und wenn ich mich so umschaue, besteht die Insel zum größten Teil aus Kulturlandschafen. Aber die Kulturlandschaften auf Bali sind besonders geschickt und effektiv angelegt - um nicht zu sagen - meisterhaft. Die Landschaften sind geprägt von den Terrassenfeldern, vereinzelte Verschläge für Vieh, Gruppen von verwildertem tropischen Bewuchs und auch immer wieder kleine Wälder. Es gibt keine Monokulturen, wie bei uns. Auf einer kleinen Fläche werden unterschiedliche Feldfrüchte angebaut. Neben Essbarem werden natürlich auch viele Blumen und Blüten für die rituellen Opfergaben zwischen oder am Rand der Felder angebaut.

Auch die Tempel offenbaren viel handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail. Die Menschen begegnen uns offen und freundlich. Täglich werden nach bestimmten Regeln kleine Opferschalen (Canang Sari) dargeboten, um für Gesundheit und Glück zu bitten.

Bali macht glücklich und ich weiß jetzt genau, warum naturaMUNDO hier wieder Reisen anbieten wird.

Padangbai am 11.12.2014 12:00 (chari) [283]

Hahn im Korb und Holz für Bootsausleger (Foto: chari , Padangbai, Bali, Indonesien am 11.12.2014) [4343]

In etwa einer Stunde werden wir Padangbai wieder verlassen. Wir sitzen in einem kleinen Restaurant am Hafen und beobachten was hier so alles geschieht.

Links vor uns sitzen einige Händler mit Hähnen in Körben (Bild) und warten auf Kundschaft. Unter Hahn im Korb habe ich mir eigentlich immer etwas anderes vorgestellt. Diese Hähne sind zum Kämpfen da und wenn ein Kunde Interesse zeigt, wird das auch kurz mal vorgeführt.
Zwei geeignete Kandidaten werden vorübergehend aus den Körben geholt und aufeinander angesetzt - der Kunde ist zufrieden und kauft.

Padangbai scheint insgesamt etwas verlassen. Die Restaurants und Bungalow-Anlagen sind zum großen Teil leer. Man sagt uns, das sei so seitdem die Boote auf die Gilis nur noch eine Stunde unterwegs sind. Aus diesem Grund wirkt auch der Sonnenbrillenverkäufer etwas deplaziert und verloren als er uns anspricht während wir hier sitzen.

Die Gockelhändler machen gerade Pause und gehen auf ein Bad ins Wasser und auch wir müssen gleich los ... unser Boot wartet.

Padangbai am 10.12.2014 11:47 (chari) [282]

am Batur-Kraterrand (Foto: chari , Gunung Batur, Bali, Indonesien am 09.12.2014) [4329]

Batur

Mal wieder am Strand :-) Vor uns liegt die Bucht Padangbais. Wir sitzen in einem netten Café direkt am Fährhafen am südlichen Ende der Bucht.

Obwohl uns die Besteigung des Gunung Agungs noch in den Knochen steckte, haben wir uns gestern erlaubt einen weiteren Vulkan zu besteigen. Den Gunung Batur.

Der Vulkan ist nur etwa 1700 m hoch und der Aufstieg ab Toya Bungkah beginnt bei 1070 m. D.h. es war eine willkommene Möglichkeit unsere Beine nach einem Tag Pause nicht ganz dem Muskelkater zu opfern.

Die Tour zum Gipfel wird von örtlichen Guides angeboten, man kann die Besteigung des Kraters allerdings auch selbst durchführen. Mit etwas Orientierungsvermögen ist der 2-stündige Aufstieg von erfahrenen Bergwanderern sehr gut zu schaffen.

Wir haben gestern die selbstorganisierte Variante gewählt. Der Weg führt durch das Dorf über zahlreiche Felder gemächlich nach oben. Die Leute aus Toya Bungkah bauen hier, begünstigt vom Höhenklima, Tomaten, Kohl, Zwiebeln und anderes Gemüse an. Man sieht viele Menschen auf den Feldern arbeiten und bei kleinen Gesprächen erfährt man, wer wieviele Kinder hat und das zum Beispiel dieses Feld mit Zwiebeln dem Schwager gehört und das man sich gegenseitig hilft.

Noch in Dorfnähe sind auch einige Sandgruben, bei denen Vulkanasche abgebaut wird. Dies scheint neben der intensiven Landwirtschaft ein weiterer Erwerb des Dorfes. Die Asche wird in zahlreichen LKWs aus dem Bereich des äußeren Batur-Kraters transportiert, um daraus Steine zu fertigen oder sie direkt beim Straßen- und Gebäudebau zu verwenden.

Ein letzter landwirtschaftlicher Betrieb (Hühner und Kühe werden gehalten), kurz vor einem kleinen Wäldchen, ist der letzte Posten der Zivilisation. Danach geht unser Aufstieg in beinah unangetasteter Natur weiter. Wer hier jedoch sichtbare Spuren hinterlassen hat ist der Vulkan selbst. Nach dem willkommen schattigen Weg durch den Nadelwald folgen verbrannte Flächen und erstarrte Magma-Flächen.

Der Gipfel/Kraterrand ist dann jedoch erkennbar unter menschlichen Einfluß geraten ;-) Es sind kleine Bänke aufgebaut und sogar ein Café ist installiert, um den Gipfelbezwingern am frühen Morgen ein Heißgetränk anbieten zu können. Da wir selbstorganisiert und auch außerhalb der Hauptsaison hier oben stehen, ist all das menschenleer und verwaist (bis auf ein kleines Äffchen). Wir genießen daher diesen wunderbaren Blick auf den See Danau Batur und die beeindruckende äußere Caldera ohne Bewirtung und sind eigentlich gar nicht verägert darüber.

Rendang am 08.12.2014 08:41 (chari) [281]

Gunung Agung von der Hotelterasse (Foto: chari , Rendang, Bali, Indonesien am 08.12.2014) [4320]

Agung

Hier im Hotel werden wir schon als die Techie-Crew bezeichnet, weil wir hier schon zum Frühstück mit allerlei Computer- und Telekommunikationselektronik aufrocken.

Wir erledigen an diesem letzten Morgen in Rendang noch ein zwei Büroangelegenheiten und der Gunung Agung belohnt uns für diese Emsigkeit mit einer fast uneingeschränkten Sicht (Bild).

Der gestrige Aufstieg zum höchsten Punkt des Vulkankraters war eine Herausforderung, die sehr eindeutig ausserhalb der üblichen körperlichen Belastungen eines Berganstieges liegt. Insgesamt 2000 Höhenmeter mussten für den Aufstieg überwunden werden, 2000 Höhenmeter dann ohne wesentliche Pausen auch wieder abwärts zum Ausgangspunkt zurück.

Die Tour begann um etwa Mitternacht. Nyoman, unser Guide für den Aufstieg, bringt uns vom etwa 9 km entfernten Hotel in Rendang zum Einstieg der Südwestroute bei Besakih. Sie ist im Vergleich zur Südroute die anstrengendere, führt jedoch zum höchsten Punkt des Kraters. Der Vollmond, der immer wieder Licht aus der ein oder anderen Öffnung der Wolkendecke nach unten schickte, ließ uns nicht in völliger Dunkelheit nach oben steigen, trotzdem waren unsere Stirnlampen ein sehr wichtiger Ausrüstungsbestandteil.

Der Weg führt über strahlenförmige zum Kraterrand zulaufende Grate kompromisslos nach oben. Immer wieder sind die Gratwege von Erdrutschen oder Baumbrüchen verschüttet und der Weg wird dadurch anspruchsvoller und zum Teil auch etwas gefährlich. Offiziell ist der Aufstieg nur mit Guide gestattet, an diesen Stellen ist uns jedoch völlig klar, dass man hier ohne Guide in der Nacht orientierungslos wäre und abbrechen müsste.

Zweimal unterbricht Nyoman unseren Anstieg, um kleine Opfer für die Götter darzubringen. Liebevoll gestaltete Bastschalen, gefüllt mit bunten Blütenblättern und zwei Räucherstäbchen legt er andächtig an zwei dafür vorgesehenen Orten ab. Die erste nach etwa 500 Höhenmetern und die zweite schon jenseits der 2000m-Höhenlinie. Wir nehmen natürlich beide Pausen zur Andacht gerne an. Bei der zweiten Opferstelle ist ein richtiger Tempelschrein aufgebaut und Nyoman schlägt nach dem dargebrachten Opfer vor, ein kleines Nickerchen von 20 Minuten zu machen. Wir schauen uns kurz an, fragen nicht lange, packen uns schön warm ein und legen uns für zwanzig Minuten unter dem Tempelschrein zur Ruhe.

Der restliche Aufstieg geht nun recht steil am Kraterrand nach oben. Wenige Pflänzchen noch zu Beginn, dann anschließend nur noch loses Eruptivgestein. Der vorgelagerte sogenannte zweite Gipfel ist schon weit vorher zu erkennen, wirkt aber durch die beim nächtlichen Aufstieg müde gewordenen Beine, dennoch anstrengend weit weg. Das Frühstück dort ist daher mehr als eine gute Idee Nyomans - unsere übernächtigten Beine schreien laut ja als Nyoman seien Vorschlag äußert.

Der second summit (unsere Frühstücksstelle) liegt nur wenige Höhenmeter (unter zehn) unter dem eigentlichen Gipfel des Gunung Agung. Wir sind überrascht was Nyoman, nach dem Darbringen einer dritten Opferschale, alles zum Frühstück auffährt. Aus seinem kleinen Rucksack erscheinen Schokoladenkuchen, Keropok, hartgekochte Eier, Bananen und eine Thermoskanne mit heißem Wasser für echten Kopi Bali.

Nach dem Frühstück ist der restliche Weg zum Gipfel einfach. Er verläuft über einen, zu beiden Seiten steil abfallenden Grat, fast eben zum eigentlichen Gipfel. Wir haben ausgesprochenes Glück mit dem Wetter und können auf diesen letzten Metern zum Gipfel fast ganz Bali erkennen. Im Nordwesten ist klar und deutlich der große äußere Krater des Gunung Batur zu sehen und vor uns im Westen sehen wir das Massiv des Gunung Rinjani auf der Nachbarinsel Lombock. Wir bekommen angesichts dieser überwältigenden Schönheit unseren staunenden Mund nicht mehr zu.

Nach dem wir am Gipfel direkt am Kraterrand einen Blick in den Krater des zuletzt 1963 ausgebrochenen Vulkans wagen, ist uns beiden klar, dass sich diese nächtliche Anstrengung mehr als gelohnt hat.

(Für Interessierte - Telefonnummer unseres Guides Nyoman: +62 85238548412)

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