naturaMUNDO-News

Aktuelles über naturaMUNDO, was wir so tun, welche Reisen gerade anstehen, Ankündigungen usw. ...

Corte am 13.08.2021 10:42 (katarina) [440]

Passionsblume mit Besuch (Foto: katarina , Corte, Korsika, Frankreich am 12.08.2021) [5444]

La nature est partout.

Ja, es ist unglaublich heiß und trocken auf Korsika. In den letzten Tagen haben wir immer wieder aufmerksame Feuerwehrleute auf Bergpässen, an trockenen Hängen und in Wäldern gesehen. Auf der Hut, um bei einem ausbrechenden Feuer sofort reagieren zu können.

In einem älteren Reiseführer lesen wir, dass die Durchschnittstemperatur für Ajaccio im August 28 Grad beträgt. Derzeit ist es sogar in den Bergen und auf den höchsten Straßenpässen (Col der Verghio mit 1.478 m und Col de Vizzavona 1.161 m) über 30 Grad warm! Sonst habe ich dort oft auch mal eine Jacke gebraucht. Und während ich so über die Trockenheit nachdenke, entdecke ich 5 Minuten später und 300 m weiter eine super grüne Hecke voller Passionsblumen. Eine Augenweide, die zum Staunen einlädt. Auch die Bienen und Hummeln fühlen sich wohl hier und fliegen voll gepackt mit Blütenstaub herum :-) C'est la Corse - eine Insel der Kontraste.

Cervione am 03.08.2021 10:22 (katarina) [439]

Sonnenuntergang am Strand von Prunete (Foto: katarina , Cervione, Korsika, Frankreich am 02.08.2021) [5427]

Delfine in Sicht

naturaMUNDO ist unterwegs. Wir sind auf Recherche-Tour und erkunden bekannte und unbekannte Orte. Was hat sich verändert in den letzten 1,5 Jahren Pandemie auf Korsika? Welche neuen Wege sind entstanden? Wie geht es unseren Kooperationspartnern? Wir machen uns ein Bild vor Ort und berichten hier für euch.

der Laden am 23.07.2021 13:28 (katarina) [438]

Laimos, Grat Richtung Kakkalos-Hütte (Foto: chari , Olympmassiv, Zentralmakedonien, Griechenland am 03.07.2021) [5416]

Endlich Griechenland.

1 Jahr, 3 Monate und 8 Tage ist es her, dass wir das letzte Mal in einem Flugzeug saßen. Die Aufregung und Vorfreude ist daher groß. Wir nehmen extra einen frühen Zug zum Flug. Alles läuft reibungslos und irgendwann hebt der Flieger tatsächlich ab. Yeah - es geht nach Thessaloniki.

Diesmal sind wir ohne Mietwagen unterwegs und ich bin erstaunt, wie gut das geht. Wir nutzen aber tatsächlich fast alle Verkehrsmittel: Bus, Taxi und Zug. Zweimal werden wir in den Bergen von Einheimischen im Pick-up mitgenommen.

Von Thessaloniki geht es zunächst nach Ioannina, der Stadt am See. Unser kleines Hotel in der Altstadt (to kastro) ist herzallerliebst. Am Morgen sortieren wir, aus unserem eh schon spärlichen Gepäck, alles noch Überflüssige aus, denn wir wollen auf 5-Tagestour: Von Amphithea (bei Ioannina) zu Fuß bis nach Konitsa auf dem greek national trail 03.

Das Abenteuer beginnt. Wir haben die Strecke auf unserem GPS gespeichert und das ist auch unser Glück bzw. immer wieder ein wichtiger Anhaltspunkt. So finden wir am Anfang tatsächlich noch ein paar spärliche Markierungen aber danach verliert sich der Weg im Wacholder. Ein Erdrutsch erschwert die Suche nach der rot-weißen Markierung. Doch dann treffen wir auf eine Straße und nach der Abzweigung wird die Markierung besser. Es ist unglaublich heiß, der Weg phasenweise sehr steil und so beschließen wir am Katafigio (Schutzhütte), welches unweit einer Straße liegt, die Tour zu beenden. Ein motorisierter Kuhhirte nimmt uns ein Stück auf seinem Pick-up mit und so sind es nur noch zwei Kilometer bis Lingiades.

Lingiades kennen wir noch von unserer Bildungsreise "Auf den Spuren des Wiederstandes im 2. Weltkrieg". Wir finden eine schöne Bleibe bei Dimitris und essen abends mit Blick auf den See. In der schönen Dorfkirche aus Stein wird eine Hochzeit gefeiert. Am nächsten Morgen bringt uns Dimitris Bruder zu unserem Ausgangspunkt (gestriger Endpunkt). Die heutige Etappe ist ganz nach meinem Geschmack. Erst mal ein ein wenig kraxeln und dann sind wir auf einem Grat mit schönen Ausblicken. Ein Highlight sind die kletternden Balkangämse am Grat :-) Wegzeichen? Fehlanzeige. Aber so hatte es auch schon der Hirte beschrieben, dass wir uns an den Bergpass orientieren sollen und wir haben ja unterstützenderweise auch noch die rote Linie unseres GPS.

Bis wir endlich im ersten heiß ersehnten Bergdorf der Zagoria-Dörfer ankommen ist es später Nachmittag. Die Platia (Dorfplatz) von Dikorfo hat eine Quelle und ein Kafenio im Schatten. Wir bleiben auf ein Getränk und am Nachbartisch sitzen 3 junge Männer - Hobbyimker wie sie erzählen - mit denen wir uns wunderbar über diese Gegend austauschen. Nach dieser inspirierend-schönen Pause geht es weiter. Wir wollen bis zum nächsten Zagoria-Dorf Kipi. Zu Beginn ist der Weg im Wald sehr verwunschen und kurz verschwunden. Ab Kilometer 25 beginnt dann endlich ein gut markierter Weg durch einen Mischwald. Immer treffen wir auf alte Steinbrücken und queren Bäche. Märchenhaftes Licht belohnt uns am Abend bis wir dann bei km 34 das Dorf Kipi erreichen.

der Laden am 17.02.2021 15:24 (chari) [437]

Malaysia startet Covid-19-Impfung

Malaysia plant den Covid-19-Impfstart am 26. Februar 2021. Es sind 3 Phasen bis zum Februar 2022 vorgesehen. Eine erste Lieferung des BioNtech-Impfstoffs wird am kommenden Sonntag (21. Februar) erwartet.
TheSunDaily
NewStraitsTimes

Indonesien, zum Vergleich, impft schon seit dem 13. Januar den Impfstoff Sinovac und beginnt am heutigen Mittwoch eine zweite Phase mit den Zielgruppen Beschäftigte des öffentlichen Sektors und ältere Mitbürger
JakartaGlobe

Bielefeld am 14.02.2021 22:12 (katarina) [436]

Eisfedern am Obersee (Foto: katarina , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 13.02.2021) [5393]

Traumhafte Winterlandschaft

So etwas habe ich in Bielefeld das erste Mal erlebt. Heute war der 8. Tag in Folge mit tiefem Schnee und frostigen Temperaturen. 4 Tage sind keine Busse und Bahnen gefahren. Die ersten Tage auch fast keine Autos. Das war schön. Die winterlichen Straßen ganz für sich zu haben. Jetzt ist das 2. Wochenende im Schnee um und es war einmalig schön den Obersee komplett zugefroren zu erleben.
Auf der Eisfläche waren hübsche Eisfedern und Blumen, die in der Morgensonne unglaublich schöne Reflexionen in Regenbogenfarben hervor brachten. Ein Highlight. Beeindruckend.

Bielefeld am 05.01.2021 06:01 (katarina) [435]

Neugierig auf 2021 (Foto: katarina am 03.01.2021) [5392]

Neugierig auf 2021

Eine Art Zauber liegt in jedem Jahresanfang. Was wird das Jahr bringen? Welche neuen Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen warten auf uns? Wie wird das Reisen aussehen im Nach-Corona-Jahr?

2020 war für naturaMUNDO ein sehr ruhiges Jahr, für uns selber aber ein aktiv-herausforderndes. An ferne Reiseziele war schwer zu denken und für das Wandern in kleinen Gruppen gab es ständig neue Regelungen und Reisewarnungen. Langfristige Planung über 2 Wochen hinaus - Fehlanzeige. So waren wir in Bielefeld aktiv, haben uns in lokale Projekte eingebracht und persönlich weiter entwickelt. Nach wie vor sehr glücklich sind wir mit der Entscheidung Anfang Februar noch nach Süd-Indien gereist zu sein. Dort haben wir unsere Fortgeschrittenen-Yogalehrerausbildung absolviert, um dann pünktlich zum 1. Lockdown wieder in Deutschland zu sein.

Extertal am 27.10.2020 07:25 (katarina) [434]

Auf dem Steinberg (Foto: chari , Steinberg, Oberes Weserbergland 36, Deutschland am 25.10.2020) [5384]

Extertal-Expedition

Wir haben uns wahrscheinlich das letzte Wochenende in diesem Herbst ausgesucht, wo solch ein Vorhaben noch möglich ist: Zu Fuß von Hameln bis nach Lemgo die herbstlich gefärbten Landschaften zu genießen. Allein die Zugfahrt nach Hameln liefert uns zauberhafte Blicke in die herbstliche Welt.

Der erste Tag hat es in sich. Das Wetter spielt mit. Während es beim Café in der Altstadt Hameln noch ein wenig regnet, bekommen wir mittags sogar Sonne ab. Die Wegführung bringt uns über die Grenze von Niedersachsen nach NRW mit vielen schönen Blicken in das Lipper Bergland. Oft verläuft der Weg an Waldgrenzen, so dass weite Ausblicke möglich sind. Jedoch sind die Tage merklich kürzer und wir müssen uns für unsere 36,3 km am Ende noch etwas sputen und 2 Abkürzungen einlegen, um nicht ganz im Dunkeln in unserer Unterkunft anzukommen.

Für den 2. Tag wird uns dank der Zeitumstellung eine Stunde mehr Erholung geschenkt. Das nehmen wir gerne an. Am Tag 2 gibt es mehrere Highlights: den Steinberg mit Panoramablick, der malerische Ort Hillentrup mit seinen Fachwerkhäusern und ein Hohlweg zwischen zwei Feldern, der wirklich besonders ist und an Korsika erinnert.

Insgesamt waren es 56 km, 1.443 Höhenmeter rauf und wieder runter, viel Einsamkeit mit einigen Entdeckungen im Auenland des Nordens.

Bielefeld am 12.10.2020 07:48 (katarina) [433]

Grünkohlfeld zwischen Lemgo und Bad Salzuflen (Foto: katarina , Lemgo, Oberes Weserbergland 36, Deutschland am 10.10.2020) [5377]

Hansa oder Hanse?

Wir sind unterwegs auf dem Fernwanderweg X9. Dieser wird auch Hansaweg genannt und vebindet die 3 Hansestädte Hameln, Lemgo und Herford. Doch warum heißt es mal Hanse und mal Hansa? Wir haben recherchiert.

Zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert entstand die Hanse, eine Vereinigung von insgesamt 200 Städten zu einer Art Kaufmanns- und Städtebund. Darunter waren vor allem Hafenstädte wie Hamburg und Bremen, aber auch Städte im Binnenland, die an bedeutenden Flüssen lagen. Durch Freihandel kamen viele dieser Hansestädte zu Wohlstand. Zudem war der Hansebund politisch und kulturell aktiv. Beeindruckende Kultur- und Baudenkmale entstanden in dieser Zeit und sind auch heute noch, z.B. in der Altstadt von Lemgo, zu bestaunen. Wir waren jedenfalls angetan von den jahrhundertealten Fachwerkhäusern in der Altstadt.

Hanse leitet sich vom althochdeutschen Wort hansa ab und bedeutet so viel wie Gruppe, Gefolge, Schar.

Unsere Strecke gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Immer wieder bog der Hansaweg ab und wir waren auf schmalen Pfaden und hatten Fernblicke bis in den Teutoburger Wald und auf wunderschöne Wolkenformationen. Die Beschilderung ist gut. Es handelt sich ja immerhin um einen Qualitätswanderweg. Witzigerweise treffen wir unterwegs auf 2 junge Männer, mit großen Rucksäcken, die den Weg abwandern und an kritischen Stellen nach makieren. Sie erzählen, dass in der nächsten Woche die Wegprüfer kommen. Diese Prüfung wird der Hansaweg wohl bestehen.

Bielefeld am 05.10.2020 15:23 (katarina) [432]

Sonnenuntergang am Plage de Peru (Foto: chari , Cargèse, Korsika, Frankreich am 11.10.2018) [5101]

Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben

Auf dieses Zitat von Kurt Tucholski bin ich heute gestoßen. Derzeit ist mir aber eher danach diese Aussage umzustellen:
Leben ist die Sehnsucht nach dem Reisen. Obwohl ich mein Leben liebe, egal wo ich bin, sehne ich mich so langsam nach unserer Art unterwegs zu sein und die Natur zu Fuß zu entdecken.

Mitte September mussten wir schweren Herzens unseren Korsika-Aufenthalt absagen, da die Insel zum Risikogebiet erklärt wurde. Anstelle Trübsal zu blasen, verfeinern und erweitern wir unser Programm für 2021. Wir freuen uns auf neue und bewährte Reisen. Wir freuen uns auf besondere Orte und Unterkünfte (z.B. eine Übernachtung im Leuchtturm) und ganz besonders freuen wir uns auf euch und schöne Begegnungen.

Bielefeld am 12.08.2020 13:10 (katarina) [431]

Zwergelefant (Pygmy Elephant) im Ufergras (Foto: chari , Sungai Kinabatangan, Sabah, Malaysia am 19.02.2011) [2356]

Hari Gajah heißt - Tag des Elefanten

Heute am 12. August ist Weltelefanten-Tag. Der Tag widmet sich dem Schutz dieser besonderen Tiere. Mehrmals durften wir bei unseren Reisen nach Borneo und Sumatra den Borneo-Zwergelefanten vom Wasser aus beobachten. Dies hat bleibende Eindrücke hinterlassen.

Der Borneo-Zwergelefant ist mit 2-3 m Höhe die kleinste Unterart des Asiatischen Elefanten. Im Vergleich dazu werden Festland-Elefanten bis zu 4 Meter groß.

Wir wünschen allen Elefanten dieser Welt alles erdenklich Gute!

Bielefeld am 22.04.2020 10:33 (katarina) [430]

am Plage de Peru (Foto: chari , Cargèse, Korsika, Frankreich am 11.10.2018) [5099]

One world - One health

So recht hat er. Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres meint:
"Wir müssen entschlossen handeln, um unsere Erde zu beschützen vor beidem: dem Coronavirus und der existentiellen Bedrohung durch die Klimazerstörung."

Seit 1970 wird am 22. April weltweit der Tag der Erde mit vielfältigen Aktionen begangen. Das Ziel ist, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. denn es macht einen Unterschied wie und was und wie viel wir konsumieren.

Experten sprechen in diesem Zusammenhang über die Wichtigkeit des Konzeptes "One Health" - der Idee, dass alles miteinander verbunden ist - die Gesundheit von Tieren, das Ökosystem und der Mensch. Wenn eines davon aus dem Gleichgewicht gerät, hat das Folgen auf die anderen.

Bielefeld am 03.04.2020 13:45 (katarina) [429]

Naturbrücke Ruthsenbach (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 14.05.2017) [5374]

Es lebe das Abenteuer!

Wie bauen wir ein Floß aus Naturmaterialien? Wie lerne ich den wichtigsten aller Knoten (Palstek), so dass ich ihn noch 10 Jahre später aus dem Effeff binden kann? Oder wie gehe ich mit meiner Angst um, dass da vielleicht ein Bär am Aos-Flußufer auftauchen könnte? Auf das alles hatte Rüdiger Nehberg eine Antwort in seinem witzig-informativ geschriebenen Survival-Lexikon.

Rüdiger Nehberg ist in Bielefeld geboren; vor 2 Tagen ist er gestorben - mit 84 Jahren. Ich habe ihn sehr geschätzt für seine Abenteurer-Aktionen aber auch als Aktivisten (Rettung der Yanomani-Indianer in Brasilien, gegen Genital-Verstümmelung bei Frauen). Zweimal durfte ich ihn live erleben und war begeistert von seinem Humor und seiner entschlossenen Vorgehensweise, wenn er sich einmal ein Ziel gesetzt hat. Besonders gefreut habe ich mich, dass sich vor 4 Jahren die Gelegenheit ergab, ihn persönlich kennen zu lernen.

Ein besonderer Mensch, der einem Mut gemacht hat, verrückt anmutende Abenteueraktionen auch wirklich in die Tat umzusetzen: Von der Haustür in Bielefeld zum Beispiel zu Fuß bis nach Süddeutschland zum Geburtstag des Lieblingsonkel Franz zu gehen.

Vielen Dank, lieber Rüdiger Nehberg! Du wirst einen Platz in unseren Abenteurerherzen behalten.

Bielefeld am 24.03.2020 14:09 (katarina) [428]

Bonjour avec du soleil! (Foto: katarina , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 24.03.2020) [5373]

Bonjour avec du soleil!

Meine Hände sind etwas trocken vom vielen Händewaschen und wahrscheinlich auch von der Umstellung von tropisch-südindischen Klimaverhältnissen hin zu trockener westfälischer Heizungsluft ... Also beschließe ich heute morgen, meine Lieblingstasse in der Spüle stehen zu lassen und greife zu einer anderen Tasse. Die Wahl fällt auf die Corsica-Ferries-Tasse.

Eine gute Wahl! Die Sonne kommt mit dem ersten Café in die Küche und ich fange an zu träumen. So viele schöne Fährfahrten gab es schon :-) Einige Male haben uns sogar Delfine begleitet auf unserem Weg von Livorno nach Bastia ... Erst die Tage war zu lesen, dass die Delfine erfreulicherweise wieder an die italienische Küste kommen, da auf einmal keine Kreuzfahrtschiffe und nur noch wenige Fähren verkehren. Ich recherchiere und finde einen sehr interessanten Artikel vom August 2018 in der Neuen Züricher Zeitung.

1999 haben Italien, Frankreich und Monaco bereits ein 87.500 Quadratkilometer großes Schutzgebiet geschaffen - das Santuario Pelagos - die Heimat von 8 unterschiedlichen Arten von Delfinen und Walen. Im Artikel steht, dass das Meeresbecken vor Ligurien für die Meeressäuger sehr attraktiv ist. Die Strömung ist günstig und so sind im Sommer massenweise Zooplankton und kleine Garnelen vorhanden. Davon ernähren sich alle möglichen Fische. Diese wiederum locken die Delphine und Wale an. Neben Streifendelphinen sind in diesen Gewässern auch gemeine Delphine, grosse Tümmler, Rundkopfdelphine, Grindwale, Cuvier-Schnabelwale, Pottwale und Finnwale zu beobachten.

Plastik und Verkehrslärm sind die massivsten Probleme für diese sympathischen Meeressäuger. Der junge Meeresbiologe Lorenzo Bordigiani, dessen Spezialgebiet die Sprache von Walen und Delphinen ist, erklärt in dem Artikel: «Diese Tiere sind extrem intelligent. Sie können über riesige Distanzen kommunizieren und Informationen sammeln. Dazu produzieren sie Laute im Ultraschallbereich und nutzen wie die Fledermäuse Echoortung zum Navigieren. Die einzelnen Arten können nach ihren Lauten klar unterschieden werden. Das Faszinierende ist, dass man bei der gleichen Spezies in verschiedenen Meeren unterschiedliche Dialekte ausmachen kann.»

Auroville am 14.03.2020 02:56 (katarina) [427]

ein ganz besonderer Banjan-Tree - es ist wirklich nur einer (Foto: katarina , Auroville, Tamil Nadu, Indien am 10.03.2020) [5358]

Der Banyanbaum von Auroville

Seine Luftwurzeln sind imposant. Der Banyantree wird auch bengalische Feige genannt. Er wächst zu Beginn epiphytisch (sprich auf einen anderen Baum) und sendet seine Luftwurzeln aus. Der Urbaum nimmt zunächst keinen Schaden. Haben die Luftwurzeln den Boden erreicht, fängt das Wachsen so richtig an. Wuchshöhen von 20-30 m sind keine Seltenheit.

Der Geschichte nach soll ein Banjantree den Grundstein für das spirituelle Zentrum von Auroville gelegt haben. In einer Einöde aus roter Erde mit kaum Pflanzen gab es eine Stelle, an der ein Banjantree wuchs. Dort, etwa 9 km nördlich von Pondicherry, hat Mirra Alfassa bestimmt, soll Auoville, eine geplante internationale Stadt, entstehen. Auroville steht seit Gründung am 28. Februar 1968 unter der Schirmherrschaft der UNESCO.

52 Jahre später sind wir in dieser Planstadt und wir finden ein grünes Paradies vor. Eine Artenvielfalt an Pflanzen, Bäumen und Tieren dürfen wir bei unseren Fahrradtouren erleben. Gestern waren wir im Inneren des Matrimandir - eine schwebende goldene Kugel. Mich hat der Besuch tief beeindruckt. Auch der Banjantree von einst ist noch da. Kein Wunder, dass er in Indien als heiliger Baum gilt.

"Auroville möchte eine universelle Stadt sein, wo Männer und Frauen aller Länder in der Lage sind, ein Leben in Frieden und wachsender Harmonie frei von Konfessionen, frei von Politik und allen Nationalitäten.zu leben Auroville existiert, um die menschliche Einheit zu verwirklichen."

Thiruvananthapuram am 09.03.2020 05:18 (katarina) [426]

Pongala Fest (Foto: chari , Thiruvananthapuram, Kerala, Indien am 09.08.2020) [5355]

Frauen-Power in Trivandrum

Ein unglaubliches Ereignis: Etwa 2,5 Millionen Frauen treffen sich in der Innenstadt von Trivandrum, besiedeln alle Straßen und Plätze, um zu den Pongala Feierlichkeiten ein kleines Feuer traditionell mit Holz zu entzünden. Das Feuer wird von 3 hübsch dekorierten Backsteinen umgrenzt und auf den Backsteinen wird in einem kleinen Topf gekocht. Es herrscht eine ganz ausgelassene friedliche Stimmung.

Dieses Fest hat es bis ins Guiness Buch der Rekorde gebracht. Es ist die größte Zusammenkunft von Frauen (2,5 Millionen) für ein Event weltweit!

Der Verkehr steht still. Das ist auch der Grund, dass wir überhaupt in der Stadt sind. Um 11 Uhr geht unser Zug nach Madurai. Vom Sivananda Ashram hätte es keine Möglichkeit gegeben, in die Stadt und zum Bahnhof zu kommen. Von daher hatten wir uns kurzerhand am Vorabend ein Zimmer in der Stadt genommen. Wie schön, diesem Fest beigewohnt haben zu können.

Neyyar Dam am 28.02.2020 10:51 (katarina) [425]

Homa im Ashram zum Beseitigen aller Hindernisse (Foto: katarina , Neyyar Dam, Kerala, Indien am 10.02.2020) [5354]

3 Wochen Indien, 108 Sonnengrüße und 2 Homas

Alles begann mit einer Citta-Vritti. So nennt man auf Sanskrit die Bewegungen des Geistes (Gedanken). Die Entscheidung nach Südindien zu gehen und dort das ATTC (Advanced Yoga Teacher Training Course) zu absolvieren, war die richtige.

Am ersten Tag gab es für uns eine Homa (Feuerritual mit Mantren), um alle Hindernisse zu beseitigen. Und das ist auch nötig. Eine irre Disziplin wird einem hier abverlangt: Pranayama um 5 Uhr morgens (idealerweise sollen wir vorher noch ein paar Sonnengrüße machen), danach Meditation und Satsang, kurz einen Tee und ab geht es zur Yoga-Asana-Stunde, danach Anatomie Stunde (sehr interessant). Eigentlich genug Input für einen Tag, mag jemand denken, doch wir sind jetzt erst beim 10 Uhr Brunch.

Nach dem Essen folgt eine Stunde Karma Yoga und zwei weitere Unterrichtseinheiten. Kurze Pause und dann nochmal 2 Stunden Yoga-Asanas. Abendessenen, kurze Pause, Meditation und Abendsatsang. Wir sind eine große Gruppe und bekommen sehr viel Input, lernen an unsere Grenzen zu kommen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein besonderes Erlebnis war die Asana-Stunde mit 108 Sonnengrüße bei tropischen Temperaturen. Gut für die Beweglichkeit und eine Höchstleistung für die Schweißdrüsen.

Das Ambiente hier ist traumhaft: grün-tropisch mit Palmen, Orchideen, Bananenstauden, tolle offen und luftig gestaltete Räume und nebenan der Neyyar Dam-Stausee.

Heute ist Freitag - freier Tag. Kurzes Durchatmen und Auftanken. Mit indischen Freunden waren wir am Meer und im Tempel Padmanabhaswamy. Das sind dann noch mal ganz andere Einblicke. Indien ist unglaublich, Yoga fasziniert.

Neyyar Dam am 08.02.2020 06:22 (katarina) [424]

Sonnenaufgang an den Western Ghats (Foto: chari , Neyyar Dam, Kerala, Indien am 07.02.2020) [5345]

Eine Oase inmitten Südindiens

Es war eine lange Reise bis hierhin - nach Neyyar Dam in Südindien. 39,5 Stunden waren wir insgesamt von unserer Haustür bis zu unserer Unterkunft in Neyyar Dam unterwegs. Zwei Nächte haben wir im Flieger verbracht.

Wer Indien kennt, weiß wie trubelig es hier abgehen kann; wie laut und staubig es sein kann. Wir sitzen am frühen Morgen im Taxi. Vom Flughafen Trivandrum sollen es nur 35 km sein. Unser Fahrer fährt gut. Es ist noch dunkel und nicht viel los auf der Straße. Auf einmal wirkt er unsicher, wo unsere Unterkunft Bioveda Hill Resort denn genau sein soll. Er befragt Passanten und Google Maps. Letzteres scheint ein Fehler zu sein. Wir biegen rechts, dann links, dann nochmal links ab. Der Weg wird immer schmaler und steiler. Nur noch kleine Höfe sind ab und an zu sehen. Die Leute leben hier von Naturkautschuk und bewirtschaften kleine Plantagen. Immer wieder tauchen hohe Sandsteinfelsen auf und wir bemerken eine vielfältige tropische Pflanzenwelt.

Zum Glück haben wir die Nummer unserer Unterkunft und keine 5 Minuten später kommt unser Gastgeber mit dem Motorrad. Ob wir laufen können? Na klar. Gepäck wird aufgeladen. Zum Glück fliege ich immer mit Wanderschuhen. Es geht erstmal steil bergauf und dann eröffnet sich ein sensationeller Blick bei aufgehender Sonne. Ein paar Minuten später sind wir in der Unterkunft und sehen, dass diese von der anderen Seite über eine geteerte Straße erreichbar gewesen wäre.

Wir fühlen uns wie in einer Oase. Es gibt warmen Chai und wir können uns in einem kleinen Holz-Bungalow erfrischen und ausruhen. Eine paradiesische Ruhe. Später erfahren wir, dass unsere Nachbarinnen etwa 3 Stunden mit dem Mietwagen herumgefahren sind bis sie hier angekommen sind. Eine wahre Oase!

Dubai am 06.02.2020 15:42 (katarina) [423]

Mittagessen im alten Stadtviertel Al Fahidi (Foto: chari , Dubai, Emirat Dubai, Vereinigte Arabische Emirate am 06.02.2020) [5344]

Schlaflos in Dubai

Es ging nicht anders und klar hätten wir uns ärgern können über den 15stündigen Zwischenaufenthalt in Dubai auf unserer Reise nach Südindien. Haben wir aber absolut nicht. Ganz im Gegenteil: Wir haben Dubai heute mal außerhalb des Flughafens kennengelernt. Es war ganz unkompliziert und schwuppdiwupp hatten wir unser Visum. Dann nur noch ein paar Schritte bis zur Metro; für die wir uns ein Tagesticket besorgt haben.

So früh am Morgen war es noch kühl. Ideal für unsere Erkundungen des Burj Khalifas mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Trotz dieser geballten künstlichen Welt mit ihren ungezählten Hochhäusern, versuchen die Stadtplaner soviel Grün wie möglich ins Stadtbild zu bringen. Tropische Pflanzen wie Frangipanis, Bougainvilleas ebenso wie Olivenbäume, Petunien scheint es hier klimatisch gut zu gehen. Sie werden künstlich bewässert. Auf die Palmeninsel Palm Jameirah - ebenfalls künstlich aufgeschüttet - sind wir mit der fahrerlosen Monorail gefahren und bis an ihren äußeren Rand zum arabischen Golf gelaufen.

Im alten Stadtviertel Al Fahida haben wir uns dann auch noch umgeschaut und waren lecker arabisch essen. Klassisch gab es Hummus und Linsensuppe, serviert in diesen hübschen Töpfen.

Pausen können inspirierend und stärkend sein. Allerdings fallen uns immer wieder die Augen zu.

Bielefeld am 30.12.2019 18:34 (katarina) [422]

In der Jalan Carpenter wird noch der Rechenschieber genutzt (Foto: katarina , Kuching, Sarawak, Malaysia am 29.12.2016) [4784]

Silvester-Vorbereitungen mal anders

Während hier draußen in Bielefeld schon die ersten Silvester-Knaller zu hören sind, muss ich daran denken, wie friedlich wir Silvester immer wieder auf Borneo verbringen. Unser Stammplatz ist auf der Halbinsel Santubong - eingebettet zwischen Meer und Regenwald. Dort gibt es den sogenannten Rockpool. Ein kleines natürlich gefasstes Becken, in welches ein Regenwald-Fluss hinein fließt und dann weiter ins Meer mündet. Natürlich haben wir auch das eine oder andere besorgt und vorbereitet: Leckere Getränke, Snacks und Deko. Auf dem Bild seht ihr die stolze Besitzerin eines Tempelbedarfs-Laden in Kuching. Dort bekommen wir zum Beispiel ganz tolle Kerzen, Glückspapier und hübsch gefaltete Schiffchen. Die lassen wir mit unseren Wünschen brennend ins Wasser ...

Und ja: der Rechenschieber ist ihr Taschenrechner :-)

Athen am 26.10.2019 21:27 (katarina) [421]

süße Akazie an der Agora (Foto: chari , Athen, Attika, Griechenland am 26.10.2019) [5321]

Kleine Wunder aus Athen und Thessaloniki

Es sind die kleinen Wunder: zum Beispiel die Abendstimmung an der Promenade Thessalonikis, wenn sich der Himmel mit der untergehenden Sonne verfärbt. Olymp-Massiv, Angler, Passanten und Schiffe auf dem Meer erscheinen als Silhouetten auf einer violett roten Leinwand. Beim Durchschreiten der Ausgrabungsstätte Agora in Athen vorbei an unzähligen Säulen erblicken wir auf einmal die gerade gelb blühende süße Akazie.

Etwas weiter oben auf den Weg zur Akropolis, durch das alte Viertel Plaka, ist da noch die Begegnung mit einem Straßenmusiker. Zuerst hören wir nur die Gitarre und sein Lied. Im Anschluss ergibt sich mit ihm ein philosophisches Gespräch über Selbsterkenntnis. Das wundert nicht. Immerhin gehen wir gerade auf den Wegen, die von vielen Philosophen wie Sokrates, Platon und Antisthenes in den Gründungsjahren der Akropolis (um 477 v. Chr.) beschritten wurden. Das scheint anzustecken. Ganz oben angekommen und etwa 2.500 Jahre später, gibt es dann natürlich das große Wunder zu bestaunen. Die Akropolis und den Parthenon. Die großen Wiederaufbau-Fortschritte der letzten Jahre sind bemerkenswert. Wir verweilen lange hier oben. Offen zu sein für die kleinen und großen Wunder machen unser Leben lebenswert und schön.

Porticcio am 06.10.2019 17:21 (chari) [419]

Aufstieg durch die vorbei getriebenen Wolken (Foto: chari , Monte Incudine, Korsika, Frankreich am 02.10.2019) [5280]

Der wilde Süden

Sieben Tage waren wir mit unserer Wandergruppe auf dem Weg zur Ostküste, einhundertundzehn Kilometer durch den wilden Süden der korsischen Bergwelt. Mit dabei war der südlichste Zweitausender - der Monte Incudine. Macchia, Wind, Wolken und das Auf- und Absteigen haben an unseren Kräften gezehrt – die Küche bei Paul in Bocognano, bei Pascal in Bastelica, bei Louise in Zicavo und natürlich auch die heißen Quellen von Bains de Guitera haben das beinah immer vollständig ausgeglichen.

Dieser wunderbare Haufen Korsikaenthusiasten hat bei dieser Tour mehr erreicht als er eigentlich beabsichtigt hatte, und wir sind stolz darauf, dass alle alles gegeben haben :-)

Bastelica am 27.09.2019 16:31 (chari) [420]

Abstieg zu den Pozzis (Foto: chari , Bergeries de Pozzi, Korsika, Frankreich am 26.09.2019) [5288]

Bastelica, Mezzaniva, Pozzi, Vitalaca

Camping Bastelica bis zur Bergerie de Pozzi (GPX) [15,1 km, 1315 m Aufstieg, 410 m Abstieg]

Bergerie de Pozzi über Bocca della Calle bis zum Lac de Vitalaca (GPX) [3,79 km, 265 m Aufstieg, 220 m Abstieg]

Lac de Vitalaca bis nach Bastelica (GPX) [9,64 km, 35 m Aufstieg, 955 m Abstieg]

Bastelica am 26.09.2019 09:30 (chari) [418]

Ferkel (Foto: chari , Bastelica, Korsika, Frankreich am 26.09.2019) [5271]

Ferkel am Morgen

Nach der ersten Nacht im Zelt sind wir wirklich auf Korsika angekommen; die Ferkel am Ortseingang von Bastelica unterstreichen das nochmal deutlich :-)

Bielefeld am 14.09.2019 15:05 (katarina) [417]

Wasserfälle (Foto: katarina , Gunung Gading National Park, Sarawak, Malaysia am 09.12.2009) [145]

Tag der tropischen Wälder

Eine der intensivsten Naturerfahrungen, die ich je machen durfte, ist im tropischen Regenwald unterwegs zu sein. Da gibt es so viele besondere Momente, die mich tief berührt haben und dazu gebracht haben, diese Eindrücke auch an andere weiter zu geben. Blätter fünfmal so groß wie meine Hände, Luft- und Brettwurzeln, eine immense Artenvielfalt ... einige Arten, sind bis heute noch nicht bestimmt worden und werden vielleicht verschwinden, bevor sie von Wissenschaftlern je entdeckt werden. Bleibst du im Regenwald irgendwo für einen kurzen Moment stehen, kann es zu einer besonderen Entdeckung kommen: eine besonders bunte Raupe oder eine grün getarnte Agame. Vor 10 Jahren haben wir uns entschlossen, Natur-Erlebnisreisen im Regenwald Borneos anzubieten, um diese schönen Erfahrungen mit anderen teilen zu können und somit gleichzeitig diese Regionen zu schützen.

Heute wäre der Natur- und Regenwaldforscher Alexander von Humboldt 250 Jahre alt geworden. Er teilte unsere Freude an diesem besonderen Ökosystem. Egal, wo du im Regenwald stehst, es gibt unglaublich viele Pflanzen, Tieren, Geräusche und Gerüche zu entdecken. Diese Vielfalt gilt es zu schützen. Das hat Alexander von Humboldt schon damals gefordert. Das fordern heutzutage die letzten Naturvölker, Naturaktivisten und Menschen mit Sinn für den unschätzbaren Wert dieser Lebensräume. Unsere letzten Regenwälder gilt es zu schützen. Seit 1989 gibt es den Tag der Tropenwälder.

Bielefeld am 05.09.2019 15:40 (katarina) [416]

Wünsche für alle! (Foto: katarina , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 05.09.2019) [5270]

Wünsch' dir was!

Eine Auszeit mit Bewegung in schönster Natur?
Sich selbst "rebooten" beim meditativen Weitblick aufs offene Meer oder in die wilde Bergwelt?
Bei unserer Wandern & Yoga Reise am Cap Corse vom 6.-12. Oktober ist das und vieles mehr möglich. Wir laden euch ein, es auszuprobieren. Es gibt noch 4 freie Plätze.

Bielefeld am 19.08.2019 15:20 (katarina) [415]

Orang-Utan schaut aus seinem Nest herab (Foto: Klaus Echsler , Sungai Kinabatangan, Sabah, Malaysia am 11.01.2018) [5258]

World Orang Utan Day!

Wir wünschen allen Orang Utans dieser Welt alles Gute! Wir hoffen, dass euer Wald nicht weiter schrumpft und dass ihr euch erholen könnt von dem ganzen Stress, den euch die profitgierigen Menschen antun.

Wir setzen uns dafür ein, da wir wissen, welch wichtiger Lebensraum der Regenwald ist und was für tolle Lebewesen ihr seid. Jede Begegnung mit euch hat gezeigt, wie einzigartig und faszinierend ihr seid.

Hoch die Interspezies-Solidarität!

der Laden am 28.07.2019 16:01 (chari) [414]

kleiner Pfad am abgerutschten Hang (Foto: chari , Gangotri National Park, Uttarakhand, Indien am 07.05.2019) [5253]

Blaue Schafe zwischen Gangotri und Kuhmaul

Der Pilgerweg von Gangotri zum Gletschermaul über Bhojwasa (GPX, 15 km 810 m Aufstieg, 100 m Abstieg) ist fast durchgängig gut begehbar. D.h. die Wege sind breit genug um sicher, auch mit Gepäck, zu gehen. Manche Passagen (siehe Bild) bringen den ein und anderen Pilger allerdings zum Schlucken. Die Regenfälle des Sommermonsun und auch die Schneeschmelze im Frühjahr bringen die Hänge zum abrutschen. Bevor die Wegräum-Teams, falls möglich, einen guten Zustand wiederhergestellt haben, bilden sich kleine Trittwege am Hang. Hier ist Geistesgegenwart und ein sicherer Schritt angesagt.

Wer den Weg meistert, wird nicht nur mit einer traumhaften Parade der scheebedeckten 5- und 6-tausender belohnt, sondern entdeckt z.B. wie wir im vergangenen Mai das Himalaya Blauschaf (wissenschaftlicher Name: Pseudois nayaur). Auf Hindi heißt das Tier Bharal und ist – das freut uns – eine nicht bedrohte Tierart. Wir nehmen uns dieses Himalaya-Klettertier als Vorbild für die kommenden Himalaya-Bergstrecken im Oktober :-)

der Laden am 26.07.2019 16:09 (chari) [413]

Zeiltlager bei Bhojvasa (Foto: chari , Gangotri National Park, Uttarakhand, Indien am 06.05.2019) [5160]

Es geht auch kälter

Diesen Samstag erwartet man höchstens 18°C. Das ist für Trekking natürlich ideal – nicht zu kalt, nicht zu heiß. Wo? In Gangotri! Die Legende sagt, dass hier in Gangotri die Göttin Ganga (gemeint ist der als göttlich betrachtete Fluss Ganges) zur Erde herabstieg. Aufgrund des Monsuns ist es hier zur Zeit auch regnerisch – heute, morgen und übermorgen Regen – am Montag wieder etwas sonniger. Angesichts von 40°C in Deutschland hört sich das zumindest etwas verlockend an.

Zum Zeitpunkt unserer Indien-Reise im Oktober wird es tagsüber ein wenig wärmer sein und außerdem ist dann weniger Regen zu erwarten. Der indische Sommermonsun hat sich dann wieder in südöstlicher Richtung zurückgezogen und wir haben dann hoffentlich ideale Bedingungen für die Reise zum Ursprung des Ganges. Für diese Reise – eine gelungene Synthese aus Yoga, Trekking im Himalaya und Kulturentdeckungen – haben wir noch freie Plätze.

Sochos am 29.06.2019 08:30 (katarina) [412]

Ortsschild an der alten Volta (Foto: katarina , Sochos, Zentralmakedonien, Griechenland am 28.06.2019) [5229]

Dorfidylle mit kühler Bergluft

Gestern bin ich angekommen. In Griechenland, Thessaloniki und dann bin ich gleich weiter auf Stippvisite in das kleine Bergdorf Sochos. Sind wir früher die etwa 2.250 km von Deutschland mit dem Auto über Österreich und dem ehemaligen Yugoslawien gefahren, gestaltet sich die Anreise heute weitaus komfortabler. Dafür gibt sie natürlich weniger Anlass zu Anektoden. Eine davon erzählt mein Vater gerne. Da fahren wir etwa schon knapp 2 Tage über 2.000 km. Kurz vor Griechenland freut sich mein Vater seinen quengelnden Töchtern endlich auf die Frage: Wann sind wir denn da? sagen zu können: Jetzt gleich sind wir da, in Griechenland! Und was sagt seine Tochter: Nein, nach Griechenland will ich nicht. Mein Vater kurz vor der Verzweiflung, überlegt und sagt: Nein, wir fahren ja auch nicht nach Griechenland, sondern nach Sochos. Ich antworte: Nach Sochos will ich! ;-)

Und so ist es auch heute. Zu den schönen Kindheitserinnerungen gesellen sich mittlerweile in den letzten Jahren neue und weitere Eindrücke aus dem Bergdorf Sochos. Mit einigen unserer naturaMUNDO Reisen haben wir Sochos besucht, vor allem zu Ostern. Ich habe dort immer noch Familie und diese habe ich gestern mit meinem Besuch überrascht. Freude, Tränen, Dorffest und kühle Bergluft lassen diesen Abend zu einem sehr schönen werden.

Tour de Sénèque am 22.06.2019 11:59 (katarina) [411]

Mitsommer am Senecaturm (Foto: chari , Tour de Sénèque, Korsika, Frankreich am 21.06.2019) [5220]

Mittsommer auf Korsika

Das war ein Wolkenschauspiel zum dahinschmelzen! Zunächst sah es so aus, als ob unsere kleine Sunset-Tour am längsten Tag des Jahres vielleicht sogar ausfällt. Doch es hat sich gelohnt den steilen Weg nach oben zum Tour de Sénèque zu gehen. 15 Minuten dauert es in etwa von unserer Unterkunft bis hoch zum Turm zu gelangen. Von dort sind beide Küsten sichtbar.
Die Westküste ist interessant für den Sonnenuntergang, doch von der Ostküste schoben sich die Wolkenbänke durch das Tal von Luri. Vereinzelte Wolken stiegen hoch und ständige Veränderungen sorgten für Staunen. Eine wunderbare Mittsommer-Nacht und zum Abschluss gab es einen leckeren Nachtisch in unserer Unterkunft.

Zicavo am 11.06.2019 10:05 (chari) [410]

Gipfelanstieg (Foto: chari , Monte Incudine, Korsika, Frankreich am 10.06.2019) [5199]

Zicavo Incudine und zurück

Dem Friedhof gegenüber, in Zicavo zweigt eine Liaison zum GR20 ab. Sie führt, gelb markiert, vorbei an der Abzweigung nach Cozzano (auf etwa 1.100 m), vorbei an dem kleinsten Stausee (Barrage) Korsikas auf etwa 1.200 m und schließlich nach fast 6 km auf den GR20 (bei 1.350 m). Wir folgen dem GR20 in nordöstlicher Richtung und zweigen am Bocca di l'Agnone schließlich auf die doppel-gelb-markierte GR20-Variante ab, die direkt zum Gipfel des Monte Incudine führt. Der gesamte Aufstieg ist damit rund 17 km lang (1589 m Aufstieg, 247 m Abstieg, 7 h Gehzeit, inclusive kleiner Pausen GPX). Angenehm ist, dass wir kaum Menschen treffen und den Gipfel ganz für uns alleine haben. Das verleitet dazu trotz Wind den Kopfstand (Sirsasana) zu üben. Der Blick reicht heute bis an die Ostküste und über die Bavella Türme (zeitweise spektakulär wolkenverhangen) bis an die Westküste. Dort hat sich im Laufe des Anstiegs eine dichte Wolkendecke gebildet.

Gipfelpanorama

Um eine echte Runde zu gehen, steigen wir nach Süd-West ab und treffen bei 2.000 m wieder auf den GR20 (Abzweigung zur Refuge d'Asinau). Der Weg führt im Bogen über den Bocca di Chiralba zur Bergerie I Croce und weiter nördlich zur Matalza, danach dann zur Chapelle San Petru. Kurz dahinter zweigt unser Weg ab vom GR20 auf eine leider nicht mehr allzu gut markierte (gelbe) Liaison zurück nach Zicavo – insgesamt mit 16,6 km nur unmerklich kürzer als unser Hinweg (57 m Aufstieg, 1392 m Abstieg, 4 h 30 Minuten Gehzeit GPX). Es sind schöne Ausblicke und die letzten 300 Höhenmeter zur Straße gehen durch alte verwunschene Kastanienwälder. Wir sind hochkonzentriert den Weg zu finden, da er sehr zugewachsen ist und Baumbruch an einigen Stellen gutes Teamwork verlangt. Später erfahren wir, dass die Mairie schon angesprochen wurde, diesen Weg wieder frei zu schlagen. Es würde sich lohnen!

Wir kommen kurz nach Sonnenuntergang in Zicavo an – mit 11,5 Stunden ist diese Tour tatsächlich nur im Mai/Juni zu schaffen.

Piana am 04.06.2019 21:55 (chari) [409]

Gipfelmarkierung (Foto: chari , Capu di u Vitullu, Korsika, Frankreich am 04.06.2019) [5181]

Capu di u Vitullu

Gipfelpanorama
Capu di u Vitullu – eigentlich der erste, weil der höhere neben dem Capu d'Orto

Piana am 03.06.2019 23:19 (chari) [408]

Gipfelkreuz, Blick nach Porto (Foto: chari , Capu d'Orto, Korsika, Frankreich am 03.06.2019) [5173]

Tag am Meer ...

Nah am Meer und dennoch auf 1294 m funktioniert in der Calanche de Piana besonders gut. Pianas Hausberg (Capu d'Orto) bot heute echt spektakuläre Aussicht. 360° beste Blicke nach Porto, Ota, Evisa, zur Paglia Orba, zum Cinto und schließlich aufs Meer.

Neu-Delhi am 11.05.2019 06:31 (katarina) [407]

Sonnenaufgang über Delhi (Foto: chari , Neu-Delhi, Delhi, Indien am 11.05.2019) [5153]

Über den Dächern von Delhi

Namaste aus Neu-Delhi! Wir schicken einen letzten Gruß aus Indien. 5 ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Wir durften viel Neues lernen, liebe Menschen kennenlernen, mit denen wir erfolgreich unsere Yoga-Ausbildung beendet haben. Tolle LehrerInnen haben uns auf diesem Weg begleitet. Ich bin sehr dankbar diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen und das alles an so einem wunderschönen Ort: im kleinen Bergdorf Netala im Himalaya. Unsere 3tägige Trekking-Tour zum Gletscher Gaumukh wird ebenfalls unvergessen bleiben. Im Oktober kommen wir wieder mit einer naturaMUNDO Gruppe :-)

Uttarkashi am 19.04.2019 09:52 (chari) [406]

klare Sicht auf die Schneeberge (Foto: chari , Uttarkashi, Uttarakhand, Indien am 19.04.2019) [5136]

Weniger Schnee auf den Bergen!

Der Vergleich zu letzter Woche ist deutlich; Auf den Bergen liegt weniger Schnee. Nach drei Tagen Kälte und Regen hatten wir erwartet das Niederschläge in höheren Lagen zu mehr Schnee geführt hätten.

Dieser herbeigesehnte Sonnentag bringt klare Sicht und überzeugt uns vom Gegenteil. D.h. für unseren Aufstieg zum Gletscher in zwei Wochen stehen die Sterne gut.

Uttarkashi am 12.04.2019 10:07 (chari) [405]

Gong des Sivananda Kutir (Foto: chari , Netala, Uttarakhand, Indien am 12.04.2019) [5134]

Gong und Zeit

Heute ist Freitag. Freitag ist während des Ashramaufenthaltes in Netala der freie Tag. Wir sitzen jetzt bei Deepandar in Uttarkashi und betrachten die vor einem Jahr so beschaulich wirkende Welt als den Inbegriff von Weltgegenwart.

Hier nutzen wir den Computer, das Telefon, wir lesen und schreiben E-Mails, der Kühlschrank im Gastraum brummelt neben uns und das Display auf dem Smartphone zeigt uns, wieviel Zeit schon verstrichen ist.

Im nur 8 Kilometer entfernten Netala sieht das anders aus. Der erste Gongschlag morgens um 05:30 sagt uns, es ist Zeit aufzustehen für Meditation und Gesang. Es folgen in wohldosierten Abständen die Gongschläge für etwas Tee, die Hatha-Yoga-Stunde, das Frühstück, das Studium der Baghavat Ghita, das Vedanta/Philosophie-Studium, dann wieder der Gongschlag für Tee, Hatha-Yoga, das Abendessen und schließlich die abendliche Meditation am Ganges.

Haridwar am 06.04.2019 02:37 (chari) [404]

Anzeigetafel am New-Delhi Bahnhof (Foto: chari , Neu-Delhi, Delhi, Indien am 05.04.2019) [5133]

Dehradun Jan Shatabdi Express

डेहराडून ... etwas Geduld ist schon nötig für alle die Devanagari Schrift auf der Anzeigetafel der kommenden Züge (Bild) nicht lesen können. Wir sind natürlich so lange stehen geblieben bis die Anzeige die Schrift gewechselt hatte :-)

Unser Zug war der Dehradun Jan Shatabdi Express (Zugnummer 12055) und brachte uns gestern, nach dem langen Flug, direkt nach Haridwar . Das sind 253 km Indian Railways in einem AC Chair Car – in diesem Zug die beste Klasse.

Nach einer sehr kurzweiligen 4.stündigen Zugfahrt und einer erholsamen Nacht in Haridwar, warten wir jetzt auf das erste indische Frühstück dieser Reise. Später geht es weiter in den Norden

Bielefeld am 22.02.2019 09:15 (katarina) [403]

Gipfel der Gamila (Foto: chari , Gamila, Epirus, Griechenland am 04.07.2018) [5066]

Die Zahlen sprechen für Griechenland.

30 Millionen Menschen sollen Griechenland im letzten Jahr besucht haben. Ein neuer Tourismus-Rekord, den das kleine krisengeplagte Land gut vertragen kann. Wir waren letztes Jahr ebenfalls dort mit zwei Gruppen: Einmal an Ostern und einmal mit unserer Tour Auf den Olymp- und zu den Drachenseen.

Natürlich wählen wir weniger ausgetrampelte Pfade und versuchen kleine regionale Strukturen, sowie Familienunternehmen zu unterstützen. Hier auf dem Bild sind wir z.B. auf dem sehr schönen Gipfel der Gamila (2.497 m), dem höchsten Punkt des Tymfi-Bergmassivs im Vikos-Aoos Nationalpark.

Wir laden euch ein mit uns in diesen Frühsommer die wunderschöne Bergwelt Nord- und Mittelgriechenlands zu erkunden! Am 29. Juni starten wir in Thessaloniki und erleben in 10 Tagen die kulturelle Vielfalt und besondere Natur-Highlights Griechenlands. Pame!

der Laden am 05.02.2019 14:38 (chari) [402]

Erde-Schwein - Jihai (Foto: chari am 05.02.2019) [5120]

己亥 - Jihai beginnt!

Wir bleiben nach dem 2018er Erde-Hund-Jahr im gleichen Himmelsstamm - der Erde. Ab heute ist jedoch das Tierkreiszeichen für den Erdzweig das Schwein. naturaMUNDO wünscht allen Alles Gute!

der Laden am 12.01.2019 15:09 (katarina) [401]

Zugang zu den Ghats (Foto: chari , Rishikesh, Uttarakhand, Indien am 27.01.2018) [4934]

Leopard in Rishikesh

Kleine Geschichte: Eine Familie aus Rishikesh entdeckt am 4. Januar einen Leoparden in der Wohnung und sperrt ihn ins Klo ein. Der Leopard wird von Mitarbeitern der Forstverwaltung betäubt und zum Chidiyapur Rescue Centre im nahegelegenen Haridwar gebracht. Dort kann er, wenn alles gut läuft, auf eine erfolgreiche Auswilderung hoffen.

Artikel in der The Tribune

Die Geschichte erreichte uns, weil wir im kommenden April und Oktober eine Reise in die Region planen und daher ein Auge mehr auf die Region werfen. Zwischen Haridwar und Rishikesh liegt der Rajaji National Park. Der Park ist seit 2015 auch offiziell tiger reserve. Dass es dort auch Leoparden gibt, ist sicher ein Grund mehr im April oder Oktober auch diesen Park zu besuchen.

der Laden am 24.12.2018 14:39 (chari) [400]

Frohe Weihnacht (Foto: katarina , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 24.12.2018) [5112]

Frohe Weihnacht mit der Nasenflöte

Es sieht gerade nicht nur prima aus auf der Welt. Wir wünschen allen Glück, Frieden, Ruhe und falls was schlechtes passiert ist, Trost.


(nose flutes from Sarawak, Malaysia)



Katarina und Harry

Bielefeld am 05.11.2018 11:59 (katarina) [399]

Bar Bruno (Foto: chari , Bastia, Korsika, Frankreich am 08.06.2013) [3737]

Tranquille en Corse

Salut aus Bielefeld!

Die Idee kam in den letzten Jahren immer wieder auf: Ein Französisch-Kurs auf Korsika - das wäre doch was! Da es kaum Angebote auf der Insel gibt, haben wir jetzt selber eine Sprachreise konzipiert: C'est la Corse - der etwas andere Sprachkurs

Wandern in wunderschöner Natur, Schwimmen im türkisblauen Meer, bezaubernde Bergdörfer und ganz nebenbei lernen wir französich. Sprachbarrieren überwinden wir durch eine lockere ungezwungene Atmosphäre in der Fehler erlaubt sind und mit viel Kontakt zu netten Menschen vor Ort. In unserer kleinen Gruppe werden wir viel Interessantes erfahren und ausprobieren, gemeinsam kochen, diskutieren, uns austauschen. Tout ca et plus encore naturellement en francais!

Calacuccia am 08.10.2018 19:00 (chari) [398]

Ninosee (Foto: chari , Lac de Nino, Korsika, Frankreich am 08.10.2018) [5094]

Niolu und Lac de Nino im Oktober

Eine Strecke von rund 30 km (1500 Aufstiegsmetern, 1300 Abstiegsmetern) erfordert im Oktober Planung und natürlich auch etwas Glück. Wir hatten von beidem etwas, und zusammen war es viel genug für eine wunderschöne Tour im Niolu und im oberen Tavignano-Tal.

Startzeit war der, jetzt schon sehr späte, Sonnenaufgangszeitpunk um etwa 7:00 Uhr. Zeit bis zum Sonnenuntergang hatten wir somit nur etwa 12 Stunden. Die erste Teiletappe - Aufstieg zum Bocca a l'Arinella - war weniger anstrengend und schöner als erwartet. Ab und zu 'ne herumstreunende Kuh und wunderschöne Blicke auf die gegenüberliegenden Gipfel der Paglia Orba und des Monte Cinto im Licht der aufgehenden Sonne.

Nach dem Bocca a l'Arinella treffen wir noch ein paar treu dreinschauende Esel an der Bergerie de Boniacce, die ansonsten allerdings schon ausgestorben und bereit für den Winter scheint. Ähnlich belebt ist es an der Refuge de Sega, keine Wanderer mehr und der Hüttenwirt ist gerade mal auf Tauchstation.

Das kommende Wegstück – die Verbindung von Segahütte zur Bergerie de Vaccaghia und damit zum GR20 – war das eigentliche Ziel unserer Wanderung. Es beginnt mit einem traumhaft verwunschenem Wald entlang des Tavignano. Immer wieder strömen kleinere Wasserfälle über Felsen in den am Ninosee entspringenden Fluss. Es ist eine Wanderung bei der fast jeder Blick den Griff zur Fotokamera auslöst.

Als das Gelände offener wird treffen wir auf die Bergerie de Tramizzole – in der Karte ist sie noch als Bergerie Ruinée verzeichnet. Mittlerweile ist sie wieder in bestem Zustand und ganz bestimmt einen Besuch im Sommer wert. Der Berger ist schon in der Winterpause, doch man sieht wie ambitioniert die Bergerie angelegt und wie gut gepflegt sie ist.

Als wir die Bergerie de Vaccaghia erreichen gibt's eine kleine Überraschung. Bislang hatten wir keine Menschenseele getroffen und hier kamen uns 12 GR20-Wanderer, durchnässt und schwer bepackt entgegen. Sie kamen von der Ciuttullu di i Mori und waren kurz vor ihrem Etappenziel, der Manganu Hütte. Unser Weg führte uns in umgekehrter Richtung zum Lac de Nino.

Der Gletschersee und seine umgebenden Feuchtwiesen sind der Lebensraum wild lebender Pferde. Trotz fortgeschrittener Stunde und herannahendem Sonnenuntergang verbringen wir hier etwas Zeit, betrachten die grasauszupfenden Pferde und lassen uns umhauen von einer Berg-See-Kulisse im Abendlicht.

Der Abstieg vom Bocca a Stazzona zurück ins Niolu Tal ist steil und immer wieder mit kleineren Kletterpassagen versehen. Das wäre sicher kein guter Weg im Regen gewesen. So war es allerdings nochmal eine kleine Herausforderung am Ende dieser wunderschönen Herbstwanderung. Durch den Forêt de Valdu Niellu erreichen wir schließlich, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, das Maison forestière de Poppaghia.

Da heute unser absoluter Glückstag ist, hält nach nicht einmal 5 Minuten ein schweizer Pärchen auf dem Weg nach Île-Rousse und nimmt uns mit zu unserem Wagen vor dem Hotel des Touristes in Calacuccia.

Cap Corse am 30.09.2018 11:35 (katarina) [397]

Privatkonzert von I Muvrini (Foto: katarina , Cap Corse, Korsika, Frankreich am 29.09.2018) [5082]

Manche Dinge lassen sich nicht planen ...

Salut aus Korsika! Gestern Mittag sind wir nach einer langen Fahrt per Land- und Wasserweg von Kiel / Bielefeld in Bastia angekommen. Den Sonnenaufgang durften wir auf der Fähre erleben und die Sonne strahlte auch die ganze Fährfahrt über. Eine Stunde vor Bastia ist dann dieser schöne Moment, auf den ich mich immer wieder freue: die Spitze des Cap Corse erscheint. Die vorgelagerte Insel Giraglia und die Skyline des korsischen Gebirges im Meer liegen vor uns ... In Bastia angekommen schlendern wir sehr müde durch den Supermarché und besorgen uns ein köstliches Picknick zum Ankommen und Stärken im Kloster. Vor Ort erfahren wir von soeur Margarita, dass heute Abend I MUVIRINI ein Privatkonzert hier in der kleinen Kirche geben. Wie bitte? Ich muss zweimal nachfragen, ob ich alles richtig verstanden habe. Ja habe ich: Patrizia hat alles organisiert. Heute ist ein wichtiger Tag. 50 polnische Kirchenvertreter aus ganz Europa sind im Kloster ... und wir natürlich ;-)

Wer I Muvrini kennt, wie viel Glück wir haben. Es ist die bekannteste korsische Band, die 1977 von den beiden Brüder Bernadini gegründert wurde. Sie singen polyphon und verbinden diese korsische Tradition mit vielen Einflüssen der Weltmusik (bretonisch, keltisch etc.). Zudem engagiert sich die Gruppe seit langem für vorzeigbare soziale Projekte und die Gewaltlosigkeit.

Bielefeld am 11.09.2018 18:21 (katarina) [396]

Immortelle - Ein Buch für diese besondere Pflanze (Foto: katarina , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 11.09.2018) [5070]

Endlich: Ein Buch widmet sich der besonderen Pflanze Immortelle auf Korsika

Immortelle - die Unsterbliche - ist eine wild wachsende Heilpflanze mit einem unverkennbaren Duft. Mit ihr verbinde ich ein Stück Korsika. Mit ihr habe ich schon einige Gerichte auf unseren Wanderungen gewürzt und über sie habe ich schon oft erzählt.

Heute kam per Post das Buch von Andrea Nabert. Sie portraitiert diese besondere Pflanze mit vielen Hintergrundinformationen, Rezepten und sehr schönen Bildern. Ein wirklich gelungenes Buch, das sofort einen Platz in unseren Korsika Bibliotheks-Koffer bekommt und uns bei der nächsten Reise begleiten wird.

Ich werde es auch einigen korsischen Freunden zeigen, die sich bestimmt freuen werden, dass dieser Pflanze ein so schönes Buch gewidmet wurde.

Vielen Dank Andrea Nabert!

Bielefeld am 22.08.2018 20:52 (katarina) [395]

In der sagenumwobenden Genovevahöhle (Foto: katarina , Trier, Osteifel 27, Deutschland am 18.08.2018) [5068]

Auf den Spuren der alten Römer und der heutigen Locals

Am Wochenende haben wir unsere 7 Sachen gepackt und uns auf den Weg gemacht. Unser Ziel: In 2 Tagen zu Fuß von Trier bis nach Manderscheid zu laufen. Unterwegs wollten wir die südlichen Eifelsteig-Etappen plus ein paar Varianten erkunden, die wir in gut 2 Wochen mit unserer Gruppe wandern wollen. Wir hatten bestes Wetter für unser Vorhaben.

Zuerst haben wir uns natürlich ein wenig in Trier umgeschaut bis wir dann gegen Nachmittag auf die andere Seite der Mosel gingen. Dort ist der offizielle Startpunkt des Eifelsteiges. Gegen Abend erreichten wir nach einer sehr abwechslungsreichen Etappe Kordel. Dort gab es eine von den ortsansässigen Vereinen veranstaltete Kirmes. Nach dem Essen haben wir uns beim Verein MB The Uncoachables einen Cocktail besorgt und der sehr guten 10köpfigen Liveband Souloud (mit Stücken von Aretha Franklin und den Soulbrothers) gelauscht.

Am Sonntag sind wir trotzdem relativ früh raus und haben nach 38 km den Telefon-Joker gezogen. Mit Lydia aus Großlittgen hatten wir schon im Vorfeld Kontakt und wir sollten Recht behalten mit unserem Ersteindruck. Sie ist eine sehr engagierte Gastgeberin, sie kam und holte uns in Landscheid ab. Somit ersparte sie uns die letzten 11 km und weitere Fuß-Blessuren. Wir lernen ihre herzliche Familie und am nächsten Morgen das beste Frühstück der Eifel kennen. Danke noch mal für die großartige Gastfreundschaft ans Haus zum Eck!

Wir kommen zurück: In 2 Wochen mit unserer Eifelsteig III Gruppe und wir freuen uns drauf!

der Laden am 04.06.2018 15:39 (chari) [394]

Kocher mit Wasserkessel (Foto: chari , Müritz-Nationalpark, Mecklenburgische Seenplatte 75, Deutschland am 03.06.2018) [5041]

Wasserwanderer trekken auch

… das Gefühl ist ähnlich: Du schleppst dein Geraffel von einem schönen Ort an den nächsten und machst dich am nächsten Morgen wieder auf zur nächsten Etappe. In den vergangenen Tagen sind wir nicht wie gewohnt mit Wanderstiefeln, sondern mit dem Stechpaddel weitergekommen. Für den Ungeübten bilden sich hier die Blasen nicht an den Füßen, sondern in den Handflächen :-)

Wir bereuen allerdings nichts. Keine Blase, kein Mückenstich und kein Gegenwind auf dem Rätzsee wiegt mehr als diese wunderschönen Erlebnise im Müritz-Nationalpark. Wir kommen natürlich wieder zurück!

Santa Maria di Lota am 20.05.2018 14:05 (katarina) [393]

Olivenhain auf dem Klostergelände (Foto: katarina , Santa Maria di Lota, Korsika, Frankreich am 20.05.2018) [5038]

Es regnet Olivenblüten.

Ein Windhauch und dann fliegen sie los. Diese kleinen feinen sternförmigen Blüten braucht es, damit der Olivenbaum beste Oliven produzieren kann.

Heute morgen sind wir angekommen am Cap Corse. Die Fähre fuhr im Morgenlicht am ausgestreckten Zeigefinger der Insel Korsika entlang und wir konnten die vorgelagerten Inseln Giraglia und Finocchiarola erkennen. Die Vorfreude auf Korsika stieg mit jeder Seemeile und beim guten italienischen Capuccino freuten wir uns noch einmal darüber, dass alles geklappt hat.

Für diesen Moment haben wir allerdings auch alles gegeben: Wir mussten nämlich einen 5 Stunden langen Stau vor dem Gotthard Tunnel (ohne Möglichkeit einer alternativen Umfahrung) ausharren und wir mussten aushalten, dass die Mittags-Fähre trotz langem Puffer ohne uns nach Korsika losfuhr. Doch wir hatten auch Glück. Es gab eine Nachtfähre und Corsica Ferries ist mit diesem Problem (das natürlich nicht nur uns betraf) sehr kulant umgegangen. Wir durften nette hilfsbereite Italiener und andere Reisende kennenlernen. Zudem gab es beste italienische Pizza mit vino rosso. Allein für diese Aktion hat sich der Weg nach Savona gelohnt ;-)

Danke meinen tollen Mitfahrerinnen Angelika und Bettina!

Silberbachtal am 15.04.2018 16:00 (chari) [392]

Salamander (Foto: chari , Silberbachtal, Oberes Weserbergland 36, Deutschland am 15.04.2018) [5037]

Bei schlechtem Wetter aktiv: Feuersalamander

Wir sind heute trotz Regen mal eben draussen gewesen. Die Belohnung war die erste Feuersalamandersichtung in 2018 :-)

Thessaloniki am 29.03.2018 08:47 (katarina) [391]

Λευκός Πύργος - der weiße Turm (Foto: chari , Thessaloniki, Zentralmakedonien, Griechenland am 28.03.2018) [5003]

Kalimera aus Thessaloniki

Es gibt so viele Lieder über diese Stadt. Wen wundert's?! Thessaloniki ist eine Stadt mit viel Geschichte, mit multikultureller Vergangenheit und multikultureller Gegenwart. Gestern haben wir die Oberstadt (Ano Poli) erkundet. Dafür haben wir uns einen Weg entlang der alten Stadtmauer gesucht von West nach Ost. Auf dem Rückweg sind wir in der Taverne Rediviva gestrandet. Welch Entdeckung! Dieses alternative Restaurant arbeitet als Kollektiv und kocht mit besten Zutaten. Begeistert hat mich das Olivenöl, welches von der Insel Lesbos kommt und natürlich die Musik: νύχτες μαγικες ... oppa!

Bielefeld am 09.02.2018 09:22 (katarina) [390]

Taj Mahal (Foto: chari , Taj Mahal, Uttar Pradesh, Indien am 07.02.2018) [4995]

Incredible India!

Unglaublich! Wie sie nachwirken: diese vielen Eindrücke, Bilder, Begegnungen. Zum Ende gab es aber noch ordentlich Nachschlag! Normalerweise stehe ich nicht auf diese absoluten Touristenmagnete. Doch das Taj Mahal - vom Poeten Tagore als "Träne im Antlitz der Ewigkeit" bezeichnet - ist ein Highlight.

Wir hatten irre Glück mit dem Licht. Nach wohl 3 Tagen dunstverhangenem Morgenhimmel kämpfte sich am Morgen unseres Besuch die Sonne heraus. Das Marmor und die vielen wunderschön bearbeiteten Flächen - reflektieren wunderschön das Licht und verändern ständig die Wirkung auf den Betrachter ...

Uttarkashi am 01.02.2018 09:34 (chari) [389]

Bergdorf mit Terrassenanbau (Foto: katarina , Uttarkashi, Uttarakhand, Indien am 31.01.2018) [4952]

Fahrt von Rudraprayag nach Uttarkashi

Nach gestriger Fahrt von Rudraprayag sind wir jetzt in Uttarkashi. Unser Fahrer hat sich, mit Mut für den ein und anderen unbekannten Umweg, eine beinahe 200 km lange Strecke ausgesucht. Dabei war auch der schöne Pass Chaurangikhal auf 2250 m.

Kuala Lumpur am 21.01.2018 04:58 (chari) [388]

Bao im Bambus-Dämpfkorb (Foto: chari , Kuala Lumpur, Kuala Lumpur, Malaysia am 21.01.2018) [4917]

Siu Mai und Bao zum Frühstück

Wir haben uns von Elthel (TianJing) überreden lassen unsere malayische Frühstückskultur (Nasi Lemak, Roti Channai) um einige chinesische Aspekte zu bereichern.

Im TianJing-Hotel sind die sonst mit Schweinefleisch gefüllten Köstlichkeiten aus dem Bambus-Dampfkorb vegetarisch gefüllt und damit für grüne Seelen wie uns essbar.

Die großen Baos (gefüllte Dampfnudeln) hatten wir schon einige Male gekostet - sie werden hier von vielen chinesischen Straßenküchen angeboten und prägen das Bild der chinesischen Viertel Malaysias. Die eigentliche Überraschung waren Siu Mai – 烧卖. Die kleinen gefüllten Teigtaschen stammen aus Hohhot in der Inneren Mongolei und erinnern etwas an die russischen Pelmeni.

Unsere Frühstücks-Siu Mais sind knallegrün, mit Pilzen und Tofu gefüllt und in unseren Augen mittlerweile ein beinah nicht zu entbehrender Bestandteil unseres Frühstücks!

Kuala Lumpur am 17.01.2018 04:08 (katarina) [387]

Neujahrsgruß aus Malaysia (Foto: katarina am 17.01.2018) [4911]

Zwischen den Neujahren ...

Während unser Neujahr schon ein paar Tage her ist, bereitet sich hier alles auf die nächsten Neujahrs-Festlichkeiten vor. Das chinesische Neujahr beginnt am 16. Februar und läutet das Jahr des Erd-Hundes ein.

Wir melden uns heute aus Kuala Lumpur, wo wir gestern unsere Borneo-Gruppe verabschiedet haben. Drei erlebnisreiche Wochen liegen hinter uns. Das neue Jahr haben wir zwischen Regenwald und Meer begrüßt. Unsere kleine Auswahl an Bildern zeigt, dass es sehr besondere Tage waren mit einer Wanderung auf dem Headhuntertrail, der Entdeckung eines wild lebenden Orang Utans an der Kinabatangan-Flussaue, einem Aufenthalt im Camp 5, heiße Quellen und kühlem Fahrtwind bei unseren Flusstouren, kulinarische Genüsse und Begegnungen mit sympathisch-interessanten Menschen.

In diesem Sinne wünschen wir euch für 2018 eine gute Mischung aus entspannten Momenten (mit viel Meeresrauschen), spielerisch leichtes Meistern des Alltages, gute Gesellschaft mit der ihr auch mal die eine oder andere Herausforderung meistern mögt. Selamat tahun baru!

der Laden am 29.11.2017 07:30 (chari) [386]

aktiver Vulkan Agung mit Sternenhimmel (Foto: Pusat Vulkanologi dan Mitigasi Bencana Geologi , Gunung Agung, Bali, Indonesien am 27.11.2017) [4893]

Gunungapi heißt Feuerberg

Gleich zwei Vulkane führt die vulkanologische Abteilung des indonesischen Katastrophenschutzes in ihrer Liste mit der höchsten Warnstufe AWAS. Seit längerem ist dort der Vulkan Gunung Sinabung (Sumatra) vertreten und seit dem 27. November 2017 trägt der heilige Berg Gunung Agung auf Bali ebenfalls das Label AWAS.

Agung: jüngster Verlauf der Aktivität

  • am 21. November 2017 gab es den ersten phreatischen Ausbruch des Agung (grauer Rauch in einer Höhe bis 700 m über dem Gipfel).
  • am 25. November 2017 dichter grau-schwarze Ascheeruption (maximalen Dicke und hohen Intensität, Rauch von 2000 m über dem Gipfel). In der Nacht wird ein Licht am Gipfel beobachtet. Das Licht ist höchstwahrscheinlich eine Manifestation der glühenden Lavatätigkeit im Krater des Mount Agung. Dieses Phänomen markiert die Übergangsphase von der phreatischen Eruption zur magmatischen Eruption.
  • am 26. November 2017 hat der beobachtete magmatische Ausbruch eine Höhe von 2000 m von der Krateroberkante (dicke graue Asche). Die Asche breitet sich im Südosten aus bis nach Nusa Penida, Lombok und Sumbawa. Im Dorf Sibetan (Luftlinie zum Krater etwa 10 km) wird eine 5 mm dicke Schicht niedergeregneter Asche gemeldet. Später steigt die Aschesäule bis 3300 m über dem Krater.
  • bis heute (29. November 2017) werden flache vulkanische und tektonische Beben gemeldet. Es gibt nach wie vor eine 2000 - 4000 m hohe Aschesäule über dem Krater – sichtbar bis zum Aufziehen des Nebels

Für den Gunung Agung auf Bali empfehlen die indonesischen Behörden generell 8 km, in Ausweitungszonen nordöstlich und südlich bis zu 10 km vom Kraterrand entfernt zu bleiben. Freizeitaktivitäten wie Wandern oder Klettern sind selbstverständlich zu vermeiden. Die Gefahrenzonen sind dynamisch (wie das Erdinnere) und werden laufend neu bewertet.

Gefährdungseinstufungen von Normal bis Awas

  • NORMAL
  • WASPADA (Wachsamkeitsstufe)
  • SIAGA (Bereitschaftsstufe)
  • AWAS (Warnstufe)

Immer wieder aktuelle Informationen zu den Vulkanen Indonesiens: Pusat Vulkanologi dan Mitigasi Bencana Geologi

der Laden am 10.11.2017 17:08 (katarina) [385]

Orang-Utan (Foto: chari , Bukit Lawang, Sumatra, Indonesien am 22.04.2015) [4612]

Die unglaubliche Entdeckung des Tapanuli-Orang-Utan

Auf unseren Borneo und Sumatra Reisen sind wir ihnen schon einige Male begegnet. Begegnungen mit Orang Utans hinterlassen einen tiefen Eindruck. Der Orang-Utan gehört zu unseren nächsten Verwandten in der Tierwelt. Sie sind hochintelligent, erfindungsreich und extrem lässig. Es ist ein sehr berührendes Erlebnis zu sehen, wie sie sich durch die Bäume schwingen, sie in ihren Baum-Nestern zu entdecken oder gar in ihre Augen zu schauen. Orang heißt auf malaiisch Mensch. Hutan ist der Wald. Beides zusammen ergibt den Begriff Menschen des Waldes. Die Menschen des Waldes benötigen große zusammenhängende Wälder und diese werden leider immer seltener. Das macht sie zu einer vom Aussterben bedrohten Gattung.

Es ist daher beinah unglaublich, dass ein Forscherteam der Universitäten Zürich und Canberra in einem abgelegenen Teil Nordsumatras eine neue Orang-Utan Art bestimmen konnten. Der Tapanuli-Orang-Utan ist die wohl älteste Menschaffen-Spezies. Äußerlich unterscheidet sie sich kaum vom Sumatra-Orang-Utan. Ihr rötliches Fell soll nur etwas krauser sein. Unterschiede wurden jedoch im Verhalten und ihrem Lebensraum festgestellt. Der Tapanuli-Orang-Utan lebt in Hochlandwäldern und weist nach neuesten Untersuchungen auch genetische Unterscheide auf.

Die Tapanuli-Population besteht nach derzeitiger Kenntnis aus nur 800 Individuen. Ein Staudamm ist in dieser Region geplant und könnte das 1.000 km² große Gebiet der Tapanuli Orang-Utans zerstückeln.

Für naturaMUNDO ist es eine Herzensangelegenheit unsere Mitreisenden für diesen wertvollen Lebensraum zu sensibilisieren, gleichzeitig den Artenreichtum und dessen Bedrohung vor Augen zu führen.

Jeder von uns kann etwas tun. Konsumiert bewusst. Verzichtet auf Palmöl. Setzt euch für den Erhalt der wenigen verbliebenen Schutzgebiete und Nationalparks ein. Es lohnt sich :-)

Einige interessante Berichte darüber im Netz:
Artikel im theguardian mit Video
Artikel in der Süddeutschen

ohne Ortsangabe am 27.10.2017 17:06 (katarina) [384]

Kurz vor Morosiglia (Foto: katarina , Ponte Leccia, Korsika, Frankreich am 26.10.2017) [4880]

C'est magnifique la Corse!

Dieses Herbstlicht, diese buntgefärbten Wälder, diese ansteckende korsische Gelassenheit ... Bei der Zugfahrt mit der ratternden Schmalspurbahn merke ich, wie ich mehr und mehr entschleunige. Nach Korsika kommen, ist ein Stück nach Hause kommen. Egal zu welcher Jahrerszeit - Korsika hat kulturell und landschaftlich etwas zu bieten.

Heute lese ich in der Corse Matin, dass sich die üblicherweise sehr kurze Hauptsaison ausweitet. Immer mehr Touristen kommen auch im September und Oktober. Das Wetter war dieses Jahr außergewöhnlich Tourismus-freundlich: Warm und kaum Regen. Anfang Oktober noch im Meer zu schwimmen? Pas de problème. Die Kehrseite ist leider, dass der Klimawandel zu einer für Korsika außergewöhnlichen Trockenheit geführt hat. Obwohl Korsika immer noch grün erscheint, ist auf dem zweiten Blick zu erkennen, wie trocken die Erde ist und wie sehr die Bäume ihre Blätter hängen lassen. Den wilden Gebirgsflüssen und Fischen würde etwas mehr Wasser auch gut gefallen ... Ich jedenfalls habe unseren Freunden in Vivario versprochen etwas Bielefelder Regenwetter in Richtung Korsika zu schicken. Hoffentlich klappt es!

Santa Maria di Lota am 07.10.2017 10:41 (chari) [383]

Yogamatten und Tücher (Foto: chari , Santa Maria di Lota, Korsika, Frankreich am 07.10.2017) [4879]

Die Matten sind eingerollt

Unsere Yogareise geht heute zu Ende. Ein Reisegast verbringt noch einige Tage am Meer in Erbalunga, die andere steigt noch auf die Berge im Zentrum Korsikas. Wir wünschen allen, die bleiben, noch wunderschöne Tage auf der Insel und den anderen eine gute Heimreise.

Macinaggio am 03.10.2017 15:00 (chari) [382]

Anemone am Tour de Santa Maria (Foto: chari , Cap Corse, Korsika, Frankreich am 03.10.2017) [4876]

Seeanemonen am Cap Corse

Am Cap Corse zu finden: die Seeanemone. Wer nach dem Picknick am Tour de Santa Maria unter den meerumspülten Steinen nachschaut findet dort diese schönen Blumentiere.

Unsere Yoga-Reise am Cap Corse war heute hier unterwegs.

der Laden am 25.08.2017 08:14 (chari) [381]

Bárður Snæfellsás (Foto: Anke , Arnarstapi, Vesturland, Island am 24.08.2017) [4869]

Bárður Snæfellsás sagt Tschüss!

Der steinerne Bárður Snæfellsás ist einer der letzten Isländer den unsere Island-Entdeckergruppe zu sehen bekommt. Der Sage nach war Bárður größer und stärker als seine Zeitgenossen. Der Grund hierfür: Trollblutt floss durch seine Adern!

Die Skulptur von Ragnar Kjartansson steht bei Arnarstapi, der letzten Station vor der Abreise von Reykjavík.

der Laden am 13.08.2017 09:24 (chari) [380]

Blick auf die Berge (Foto: Martina Holm , Húsavík, Norðurland eystra, Island am 22.06.2016) [4751]

Auf nach Norðurland!

Unsere Island-Pilot-Reisegruppe verlässt heute Reykjavík und steuert Norðurland an. Wir wünschen eine erlebnisreiche Fahrt!

Thessaloniki am 10.07.2017 16:17 (katarina) [379]

Drakolimini - der Drachensee von oben (Foto: katarina , Astraka, Epirus, Griechenland am 05.07.2017) [4858]

Kalispera aus Thessaloniki!

Das waren 8 intensive Tage in den griechischen Bergen plus 2 sehr warmen Tage an der Küste. Das macht zusammen 10 erlebnisreiche Olymp und Drachenseen Tage in Nord- und Mittelgriechenland :-)

Wir hatten unglaublich stabiles Bergwetter und so haben wir den zweithöchsten und gestern dann noch den höchsten Berg Griechenlands erklimmen dürfen. Am Donnerstag ging es für uns durch einsame Kiefernwälder in die Höhe. Erst zum Drachensee auf 2.100m und dann weiter über dunkel schimmerndes Serpentinit Gestein auf den 2.631m hohen Smolikas. Eine schöne Rundum-Aussicht mit Blick auf die Bergregion des Vikos-Aos-Nationalparks, wo wir die 3 Tage zuvor verbracht hatten.

Gestern schraubten wir uns dann von der Olymp Berghütte Spilios Agapitos erst auf den Gipfel Skala und dann auf den Mytikas hoch. Mit seinen 2.918m ist er die höchste Erhebung Griechenlands. Ein Ort, wo jeder Grieche / jede Griechin einmal gewesen sein sollte. Das dies tatsächlich so ist, davon konnten wir uns vor Ort ein Bild machen ;-) Es war gut was los. Zudem gab es den dritten Marathon Trail in Wochen-Folge und im Talort Litochoro waren wir auf einmal mitten in einer antiken Prozession der Prometheia Gruppe.

Die griechische Lebensart, das gute Essen und unsere netten Gastgeber machen es einem leicht sich wohl zu fühlen und schwer "Jasou Ellada" zu sagen.

Thessaloniki am 30.06.2017 08:28 (katarina) [378]

Karpuzia = Wassermelonen = hmm... (Foto: katarina , Langadas, Zentralmakedonien, Griechenland am 22.09.2010) [2009]

Time for Karpouzi

Überall sind sie. Aufgeladen auf großen LKW's, aufgereiht am Obststand - dekorativ und die absolut richtige Erfrischung bei diesen Temperaturen. Es sind 38 Grad als ich bei schönem Sonnenschein aus dem Flugzeug in Thessaloniki steige und über 20 Grad Temperatur-Unterschied zu Bielefeld. Griechenland - Ellada. So schön wieder hier zu sein und die Sprache überall zu hören. Trotzdem Saloniki ist mir heute zu heiß - also fahre ich weiter in das Bergdorf Sochos, wo meine Familie herkommt. Allein die 50 Minuten Fahrt bringen schon 9 Grad Kühlung. Das Thermometer sinkt auf 29 Grad.

Angekommen bei meiner Tante Koula und meinem Onkel Kosta ist die Wiedersehensfreude natürlich groß und auf die obligatorische griechische Gastfreundlichkeits-Frage: Ti na se keraso? (Was kann ich dir denn jetzt gutes (aus)tun?) kommt ein Teller mit kühler Wassermelone!! Mmhh - nichts anderes habe ich mir gewünscht :-)

der Laden am 26.06.2017 15:31 (chari) [377]

Schmetterling - Kaisermantel (Foto: chari , Vulkaneifel, Osteifel 27, Deutschland am 25.06.2017) [4852]

Vulkaneifel die Zweite

Das war ein sehr schönes Wochenende in der Vulkaneifel. Wetter zum Wandern, zum Baden im Maar und am Ende – auch ein wenig Wetter zum Ausprobieren der Regenkleidung.

der Laden am 21.06.2017 09:43 (chari) [376]

zum Weltyogatag (Foto: chari am 21.06.2017) [4850]

Weltyogatag

heute kann man ruhig mal einen Sonnengruß extra machen – es ist Internationaler Tag des Yoga. Dieses Jahr zum dritten mal, seit dem die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Juni zum Weltyogatag erklärt hat.

Dort wird unter anderem erklärt

... dass Yoga einen ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit und Wohlbefinden bietet ...
... dass eine weitere Verbreitung von Informationen über die Vorteile der Ausübung von Yoga förderlich für die Gesundheit der Weltbevölkerung wäre ...

Dem schließen wir uns natürlich voll und ganz an und laden alle nochmal herzlich ein, sich für unseren drei anstehenden Yoga-Reisen anzumelden:

zum Nachlesen: Resolution 69/131. Internationaler Tag des Yoga

Bielefeld am 12.06.2017 17:29 (katarina) [375]

Hängeschaukel am Dronketurm mit Blick auf das Weinfelder Maar (Foto: katarina , Daun, Osteifel 27, Deutschland am 10.06.2017) [4843]

Mal die Lage checken ...

... das geht am besten von einer Erhöhung aus und auf einer Holzschaukel-Bank sitzend ;-)

Wir haben letztes Wochenende genutzt und waren in der Vulkaneifel auf Vorexkursion. Unsere Eifelsteigtour II startet in 2 Wochen und wir wollten gerne noch das eine oder andere vor Ort entdecken und kennenlernen. Total begeistert haben uns die Maare, die artenreichen Wiesenlandschaften, der Nerother Kopf samt Burgruine, eine Eishöhle und die beiden schönen Örtchen Manderscheid und Hillesheim.

Heute erholt sich meine Muskulatur ein wenig, aber die Vorfreude ist schon da - auf das nächste Mal Vulkaneifel :-)

der Laden am 08.06.2017 10:01 (chari) [374]

Maare bei Daun - Kartenausschnitt (Foto: Thunderforest, OpenStreetMap am 08.06.2017) [4842]

Neues Kartenframework auf unserer Seite

Alle auf natura-mundo.de beschriebenen Orte, Reisen, Wanderwege haben jetzt eine neue Kartendarstellungs-Engine. Seit den ersten naturaMUNDO-Tagen hatten wir dafür die API von Google Maps genutzt.

Ab jetzt nutzen wir hierfür die Programmbibliothek OpenLayers. Hiermit binden wir Karten aus den Projekten OpenStreetMap bzw. OpenCycleMap ein.

Ab jetzt sieht das Kartenbild von z.B. unserer Reise GR20-Nord, unseres Tracks zu den Pinnacles vom Camp5 und schließlich der Lage des naturaMUNDO-Büros etwas anders (wir finden besser) aus.

der Laden am 22.05.2017 12:45 (chari) [373]

Wanderstock (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 22.05.2017) [4838]

Der Wanderstock an seinem Ehrenplatz

Unser Super-Wanderstock und treuer Wegbegleiter auf unserer Franzwanderung ist mit uns im naturaMUNDO-Laden angekommen. Er bekommt natürlich einen Ehrenplatz!

ohne Ortsangabe am 11.05.2017 10:00 (katarina) [372]

Der Silbersee bei Neuludwigsdorf (Foto: katarina am 08.05.2017) [4836]

Wir gehen zu Franz!

Die letzten Tage waren ein Rausch: Kilometer um Kilometer ein Entdecken unbekannter Landschaften, durch die wir wahrscheinlich nie gekommen wären, Menschen und Orte, die wir nie kennengelernt hätten, wenn wir da nicht unserer verrückten Idee gefolgt wären ... zu Fuß zu Franz zu wandern.

Wir folgen der sogenannten lila Linie, das ist eine von uns zusammengestellte Route auf unterschiedlichen Wanderwegen, die uns von Bielefeld nach Spaichingen führt. Unser GPS ist ein wahnsinnig guter Lotse. So viele Wanderkarten hätten wir ansonsten gar nicht mitnehmen können. Warum wir das machen? Das könnt ihr hier lesen:
franzwanderung.de

Es ist schön! Sehr schön. Vor allem in den Abendstunden, wenn wir noch einen knackigen Anstieg mit Blick auf den Silbersee haben oder im Wald auf Rehe treffen. So viele Rehe haben wir beide noch nie gesehen und beobachten dürfen. Besonders schön sind auch die Begegnungen mit den Menschen unterwegs. Das ist z.B. ein älteres Ehepaar bei Tringenstein im Wald, die Holz sägen und mit denen wir ins Gespräch kommen ... Ein weiteres Highlight war der Ort Schweinsbühl und unser Empfang bei Landgasthof Döbelt. Wir finden unterwegs einen Filzhut. Harry nimmt ihn mit und in der Wirtschaft werden wir begrüßt wie Freunde. Ah, der Hut sei vom Bruder, der hat ihn verloren und sucht schon danach ... Wir werden eingeladen, ausgefragt und Herr Döbelt zaubert noch bestes vegetarisches Essen für uns :-)

Aber was wir nicht verschweigen wollen: Es ist auch anstrengend. Sehr sogar! Seit dem dritten Tag schmerzen meine Knie. Mal das eine, mal das andere, mal keines. Ich setze heute einen halben Tag aus, um meinen Beinen eine kurze Erholung zu gönnen. Bin gespannt, wie es sich gleich läuft. Harry treffe ich in Braunfels. Und dann heißt es wieder: We walk the line ...

der Laden am 21.04.2017 15:40 (chari) [371]

Walnüsse auf Basttablett (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 20.04.2017) [4835]

θείο Kostas Geschenk für Bielefeld

Ein paar Walnüsse, die uns Kostas mit auf den Weg gegeben hat, sind noch übrig. Außerdem steckt noch etwas griechische Sonnenwärme in uns (abzulesen an der Bräunung unserer Haut). Das tröstet uns ein wenig über das, in Sachen Textilienbedarf, anspruchsvollere Klima in Bielefeld hinweg.

Parga am 13.04.2017 07:31 (katarina) [370]

Angelnde Kinder am Limani / Hafen von Parga (Foto: katarina , Parga, Epirus, Griechenland am 12.04.2017) [4827]

Kalimera aus Parga!

Der kleine Hafenort Parga an der Westküste Griechenlands, lässt Insel-Feeling aufkommen! Noch ist Vorsaison, aber die Sonne verwöhnt die 2.500 Menschen von hier und die wenigen Touristen von anderswo.

Am Limani / der Hafenpromenade flaniert man, gönnt sich ein Getränk in einem der vielen Cafés oder beobachtet den Fischer, wie er sein Netz aufrollt und die Kinder bei ihren Angel-Versuchen. Obwohl das Wasser noch etwas kühl ist, konnte ich gestern 3 Männer im Wasser entdecken. Einer davon ist Harry. Er hat die kleine gegenüberliegende Insel mit den 2 kleinen Kirchen und dem schönen Wäldchen erkundet. Kurz vorher hatte er ein Tier am Uferrand entdeckt. Seine Erkundungen vor Ort ergaben: es war ein Hase! :-) Vielleicht sogar der Oster-Hase von Parga?

Bielefeld am 18.03.2017 15:46 (katarina) [369]

bezaubernde Frühlingswiese (Foto: katjaw , Vikos-Schlucht, Epirus, Griechenland am 22.04.2011) [3688]

Griechenland - wir kommen!

Keine 3 Wochen mehr und wir sind in Griechenland! Am Samstag in 3 Wochen befinden wir auf dem Weg zum kleinen Bergdorf Litochoro. Dort ist das Meer knapp 5 Minuten mit dem Auto entfernt und der Eingang zum Nationalpark Olymp keine 10 Minuten zu Fuß. Wir werden dort eine Wanderung durch die Enipea Schlucht unternehmen und auf über mehr als 7 Brücken gehen ;-). Danach besuchen wir die Regionen Thrakien, Meteora, das Meer bei Parga und den Epirus. Unsere Rundreise durch Nord- und Mittelgriechenland ist eine gute Mischung zwischen Natur, Kultur und Wandern.

Heute regnet und stürmt es etwas in Bielefeld. Ungemütlich. Also erledige ich Liegengebliebenes im naturaMUNDO Büro. So habe ich eben auch mit einer unserer Gastgeberinnen in Griechenland telefoniert. In Thessaloniki seien es angenehme 20 Grad mit sehr schönen Licht erzählt sie. Also wer noch Lust hat: Kommt mit, wir haben noch 2 freie Plätze!

Bielefeld am 08.03.2017 17:50 (katarina) [368]

Ramayana - Tänzerinnen im Kraton (Sultans-Palast) (Foto: katarina , Yogyakarta, Java, Indonesien am 18.12.2016) [4812]

An alle unseren tollen Frauen ...

Heute ist internationaler Frauentag. In den Medien wimmelt es von Artikeln und Glückwünschen und ich beschäftige mich mal wieder mit diesem Thema.

Er hat mindestens 3 Namen: Frauenkampftag, Weltfrauentag, internationaler Frauentag. Zurückgeführt wird er auf die deutsche Sozialistin Clara Zetkin, die vor über 100 Jahren für Frauen keine Sonderrechte sondern lediglich Menschenrechte einforderte. Wer den Film Suffragette gesehen hat, weiß was für ein harter Weg es für die Frauen damals war, für das Wahlrecht, bessere Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn zu kämpfen ... und der Kampf ist noch nicht vorbei. Der Anteil an Frauen in Vorständen von Unternehmen steigt zwar, aber liegt derzeit immer noch bei einem schlappen Anteil von 6,7 %. Wenn ich an die Gewalt denke, die viele Frauen weltweit erfahren und daran wie wenig sie in vielen Ländern unter Strafe gestellt wird - ja, da wird mir ganz übel.

Heute habe ich von einer Protestaktion aus den USA gelesen, die mir besonders gut gefällt: Der Weltohnefrauentag. Die WDR Korrespondentin Martina Buttler schreibt:

Frauen wollen streiken, um zu zeigen, wie eine Welt ohne Frauen aussehen würde. Streiken, um auf ungleiche Gehälter, Diskriminierung, sexuelle Belästigung, auf Rassismus und die Rechte von Einwanderern aufmerksam zu machen. Büros bleiben geschlossen, Lehrerinnen wollen nicht unterrichten und Frauen einen Tag lang nicht shoppen, um ihre wirtschaftliche Macht zu zeigen.

Gleichzeitig soll es einen Marsch zum Weißen Haus nach Washington geben. Es sind 3 Generationen von Frauen, die sich gemeinsam gegen den Klimawandel, gegen Rassismus und für Einwanderer einsetzen.

Wir bei naturaMUNDO arbeiten mit vielen Frauen zusammen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich eine Frau bin. Auf Korsika sind das zum Beispiel die beiden Ordensschwestern Margarite und Magdalena im Kloster St. Hyacinthe, die sich für uns einsetzten und alles Mögliche möglich machen. In Griechenland freue ich mich jedes Mal im kleinen Bergdorf Monodendri Kostantina zu treffen, die uns liebevoll unterstützt und die zusammen mit ihrer Familie ein kleines Hotel und Café betreibt. Es sind Jacky und Jo-Lynn aus Kuching auf Borneo, mit denen wir uns austauschen, Pläne schmieden und Neues ausprobieren. Es sind die vielen Freundinnen, die uns mit naturaMUNDO unterstützen. Alle sind sie sehr selbstbewusste und tolle Frauen. Euch allen ein Merci, Eufcharisto, Terima Kasih und Dankeschön.

Nicht nur heute ist Frauentag. Der Kampf muss weiter geführt werden: Keine Gewalt an Frauen und für gleiche Rechte. Ich hoffe auf mehr globale Solidarität und viele kreative Wege.

der Laden am 06.03.2017 13:58 (chari) [367]

Bildschirm mit Frühbucher-Vorteil (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 06.03.2017) [4809]

Neue Termine und der Frühbucher-Vorteil

Einige wollen es einfach früher wissen! Wir bringen deswegen etwas früher als gewohnt neue Termine ins Spiel. Das Gute für diejenigen, die sich entscheiden, bevor wir die Preise den neuen Gegebenheiten angepasst haben, ist der Frühbucher-Vorteil . Die bestehenden Preise gelten für zukünftige Termine weiter, falls die Buchung vor der Anpassung stattfindet.

Neue Termine gibt es z.B. für Wandern und Yoga am Cap Corse, La Corse authentique, I Torregiani, Retreat ins Paradies (Bali und Lombok) und für Borneo Reise zum Land unter dem Wind

Bielefeld am 29.01.2017 11:33 (katarina) [366]

Unser Bootsmann auf dem Kinabatangan, dem Korridor des Lebens (Foto: katarina , Sungai Kinabatangan, Sabah, Malaysia am 13.01.2017) [4808]

Der Fluss Kinabatangan - der Korridor des Lebens!

Unser Bootsmann trägt die wichtige Botschaft auf seinem T-Shirt. Der Kinabatangan, ist der größte Fluss Sabahs und besticht mit seiner einzigartigen Artenvielfalt. In diesem schmalen Korridor waren wir schon so oft mit unseren Gruppen unterwegs und konnten jedes Mal spüren wir gewaltig schön diese Tier- und Pflanzenwelt ist, aber leider auch wie gewaltig heftig sie bedroht ist.

Da ist der Orang Utan, der sich morgens aus seinem Baumnest-Versteck reckt oder die Nasenaffen, die nachmittags noch eine ordentliche Portion Blätter kauen, um Kraft zu tanken für ihre waghalsigen Sprünge zu sicheren Plätzen in den Baumkronen. Bei den Bootstouren erregen Nashornvögel oder eine Papageiengruppe unsere Aufmerksamkeit und manchmal hatten wir gar das Glück ein Krokodil oder eine Gruppe der bezaubernden Borneo-Zwergelefanten zu erspähen ...

Dieser besonderen Fluss-Auenlandschaft widmet sich folgender Filmbeitrag auf ARTE, den wir euch unbedingt empfehlen.

Zum zweiten möchten wir euch bitten, setzt euch für die bedrohte Tierwelt am Kinabatangan ein! Wir hatten es letzten Sommer vor Ort mitbekommen: Die Diskussion um den Bau einer Straße durch diesen schmalen Korridor nimmt konkretere Formen an. Bitte unterschreibt folgende Petition von Rettet den Regenwald e.V. und leitet sie an Freunde weiter.

der Laden am 28.01.2017 17:30 (chari) [365]

Feuerhahn im Pavillion (Foto: chari , Kuala Lumpur, Kuala Lumpur, Malaysia am 16.01.2017) [4807]

Das Jahr des Feuer-Hahns beginnt

Alles Gute!

Bielefeld am 22.01.2017 13:48 (katarina) [364]

Winterstimmung kurz nach Sonnenaufgang am Obersee (Foto: katarina , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 22.01.2017) [4801]

Bielefeld ist auch schön.

Wir akklimatisieren uns und haben heute kurz nach Sonnenaufgang die Eisdecke auf dem Obersee getestet. Heute morgen waren es -4 Grad. Das macht einen Temperaturunterschied zu Borneo von 32 Grad. Die Runde um den See haben wir trotzdem gewagt und geschafft ;-).

Bielefeld am 20.01.2017 07:09 (katarina) [363]

Brücke zum first Beach im Permai Rainforest Resort (Foto: katarina , Santubong, Sarawak, Malaysia am 30.12.2016) [4795]

BORNEO - Eindrücke, die bleiben!

Eine wunderbare Reise liegt hinter uns. Auch wenn ich schon so oft auf Borneo war, fühlt es sich im Nachhinein wie ein Rausch an. Farbenfrohe Tempel, kulturelle Vielfalt, das wilde südchinesische Meer, bezaubernde Orang Utans und dieser tropische grüne Regenwald - jeder Schritt darin ist mit Körpereinsatz und dem Aufnehmen der vielfältigen Sinneseindrücke verbunden. Über Wurzeln gehen, den je nach Feuchtigkeit variierenden Untergrund spüren, die Geräusche des Waldes hören, den Ruf der Gibbons und Nasenaffen, ... Je tiefer wir in den Regenwald kommen, desto mehr lernen wir die Geräusche, die wir hören, zu unterscheiden: Ja, das war tatsächlich eine Gruppe von Nashornvögeln, die über uns flog.

Die Nationalparks auf Borneo sind ein wichtiges Refugium für die Pflanzen- und Tierwelt geworden, da drumherum der Lebensraum mehr und mehr schwindet. In den geschützten Gebieten findet sich noch Primär-Regenwald und die vielfältigen Vegetationzonen von Mangroven- bis Nebelwald. Jedes Mal freue ich mich wie ein Kind, wenn wir mit der kleinen Turboprop-Maschine in den Mulu Nationalpark fliegen und dort 4 Tage verbringen, davon 2 Nächte im Camp 5 - mittendrin im größten Nationalpark Sarawaks.

Nach der Reise ist vor der Reise! Wir haben bereits neue Borneo-Pläne geschmiedet, wo wir nächstes Mal gerne hin wollen :-)

der Laden am 19.01.2017 12:48 (chari) [362]

Löffel und Flaschenkleidchen (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 19.01.2017) [4800]

Löffel und Flaschenkleidchen

Der Laden in der Ernst-Rein-Straße ist wieder etwas bunter geworden: Es gibt Straits-chinesiche Flaschenkleidchen, original Gajah Duduk Sarungs, neue Kokoslöffel und Schälchen und schließlich uns – wir sind seit gestern auch wieder hier.

Kuala Lumpur am 16.01.2017 03:19 (chari) [361]

Kleiner Junge lauscht der Tempelmusik (Foto: chari , Kuala Lumpur, Kuala Lumpur, Malaysia am 15.01.2017) [4790]

Auf Wiedersehen KL

Unsere Borneogäste haben heute früh Kuala Lumpur verlassen und sind auf dem Weg nach Deutschland und Österreich. Wir wünschen einen guten Flug und fliegen morgen hinterher :-)

Pemuteran am 27.12.2016 05:19 (katarina) [360]

BlumenHerz am Strand von Pemuteran (Foto: chari , Pemuteran, Bali, Indonesien am 25.12.2016) [4779]

FlowerChristmasPower

Das waren friedliche und erholsame Weihnachtstage im Norden Balis. Ein Ausflug mit dem Boot führt uns zur kleinen Koralleninsel Menjungan. Diese gehört zum Nationalpark Bali Barat und wird lediglich von einigen Mönchen bewohnt, die sich um die beiden Tempel auf der Insel kümmern.

Leider müssen wir beim Schnorcheln feststellen, dass neben den vielen Korallenfischen erstaunlich viel Plastik im Meer rumschwimmt. Auf der anderen Seite der Insel ist es zwar besser, aber sehr viele Korallen sind mit einer Algenschicht bedeckt. Auf Nachfrage wird uns erklärt, dass dies ein Zeichen sei, dass nach der Korallenbleiche (die durch den Klimawandel in vielen Ecken der Welt auftritt) sich nun die Korallen erholen. So ganz können wir dieser Erklärung keinen Glauben schenken, also heißt es weiter recherchieren ...

Fakt bleibt: Unerlässlich scheint, Plastik und Müll zu Wasser und an Land zu vermeiden. Gleichzeitig muss bereits rumschwimmender und liegender Müll beseitigt werden. Klingt nach einer Herkules-Aufgabe. Aber ich finde, wir müssen sie angehen und alle unseren Beitrag dazu leisten. Unsere Unterkunft hier z.B. verzichtet komplett auf Plastik. Wasser gibt es nur aus Glasflaschen (sehr ungewöhnlich für Indonesien, aber es handelt sich um einen hiesigen Abfüller), Tüten sehen wir keine nur Körbe, Strohhalme sind wiederverwendbare Edelstahlröhrchen ...

Pemuteran am 24.12.2016 07:25 (katarina) [359]

Weihnachtsgruss (Foto: katarina am 24.12.2016) [4771]

From deep inside

... wünschen wir euch friedliche, schwefelfreie Feiertage!

Nach erlebnisreichen Tagen auf der Insel Java sind wir gestern auf dem Landweg und mit der Fähre auf Bali angekommen. Wir freuen uns jetzt auf entspannte Tage am Meer, bevor wir in 4 Tagen unsere Gruppe auf Borneo empfangen.

Ein Highlight auf Java war für mich die Besteigung des Gunung Bromo auf einer Nebenroute abseits des Hauptweges. Wir sind Nachts um 3 im kleinen Bergdorf Ngadas auf 2.136m bei Nebel gestartet. Bis zum Kraterrand führte uns noch eine asphaltierte Straße. Danach ging es einen zunächst breiten Weg runter in die Savanna. Das erste Sonnenlicht ermöglichte uns diese einzigartige Landschaft wahrzunehmen und zu bestaunen. Die Graslandschaft verschwand nach etwa 4 weiteren km und eine Vulkan-Wüstenlandschaft eröffnete sich vor uns, die gut als Kulisse für einen Sience-Fiction-Film herhalten könnte.

Wir verlassen den Weg und versuchen querfeldein unser Glück. Die hügelige Lava-Erde ist gewöhnungsbedürftig, aber wir finden einen Pfad (wahrscheinlich von einem Lauf markiert) und gelangen entlang einer ziemlich steilen Route bis hoch zum Kraterrand des Bromo. Glücklich endlich oben zu sein, suchen wir uns eine breite Stelle und treffen auf die ersten Bromo-Wanderer, die vom Hauptweg gekommen sind. Der Bromo raucht und es ist wunderschön hier oben zu sein :-) Nach dem Abstieg über eine Treppe ist ein kleiner Stand, an dem eine Frau auf einem kleinen Feuer heißes Wasser kocht. Zeit für unseren ersten Kaffee.

Welch Abenteuer und was für eine besondere Landschaft!

Jakarta am 16.12.2016 03:55 (chari) [358]

am Col de Maures (Foto: chari , Paglia Orba, Korsika, Frankreich am 06.06.2013) [4761]

Der Katalog 2017 ist da

Unser neuer Reisekatalog 2017/18 ist da und wird momentan verschickt. Wer noch nicht in unserem Katalog-Postverteiler ist, kann hier ein Exemplar bestellen oder ihn als PDF schon heute ansehen.

Neu im Katalog, und bestimmt interessant unsere Islandreise im kommenden August.

Bielefeld am 29.10.2016 07:12 (katarina) [357]

Schildkröte am Straßenrand (Foto: chari , Tavignano-Tal, Korsika, Frankreich am 15.10.2016) [4740]

La Corse est belle ...

... sogar am Straßenrand!
Diese sehr kleine Schildkröte war eine Zufallsentdeckung auf der Fahrt von Aleria nach Corte. Für zwei erlebnisreiche Wanderreisen waren wir auf Korsika unterwegs: die Wandern & Yoga Reise am Cap Corse und die neu entwickelte Pilotreise Renosu e Marina.

Den Großteil der Zeit konnten wir Wärme tanken, an einigen Tagen war es windig und in den Bergen wurde es natürlich Abends schon richtig frisch. Wir haben schöne Wanderungen am Cap Corse, um / auf den Monte Renosu und an den Stränden des Südens unternommen, waren mehrfach im Meer baden und haben leckere korsische Spezialitäten probiert. Besonders schön war unser Ausflug zum Imker Gérard Laurenti-Gherardi in Pietracorbara, der uns alle seine Honigsorten probieren ließ und am Ende staunte, dass wir alle so viel einkauften. Einen direkteren und überzeugenderen Vertrieb für dieses gesunde Naturprodukt ist ja auch kaum möglich ;-) Wie immer tröstet mich der Gedanke, wenn ich La Corse verlasse, dass ich wiederkomme, ...

der Laden am 28.09.2016 17:44 (chari) [356]

Kratersee Segara Anak bei Sonnenaufgang (Foto: chari , Gunung Rinjani, Lombok, Indonesien am 16.12.2014) [4363]

Asche-Eruption in Rinjanis Segara Anak

Der Vulkan Barujari inmitten der Caldera des Gunung Rinjani auf Lombok hat gestern (27. September) um 14:45 (UTC+8) überraschend eine 2000 Meter hohe Aschesäule ausgestossen (Die Höhe des Gunung Rinjani eingerechnet, war die Aschesäule etwa 6000 Meter über dem Meeresspiegel). Die Aschewolke wurde in Richtung Südwesten geweht. Es kam zu Behinderungen des Flugverkehrs auf den Flughäfen Ngurah Rai (Bali) und Lombok International Airport (Mataram). Die seismologische Station in Sembalun Lawang spricht von seismischen Beben mit einer Amplitude von 52 mm.

Bericht des indonesischen Zentrums für Vulkanologie, Geologie und Gefahrenabwehr

Gili Meno am 16.09.2016 09:13 (chari) [355]

Buddha mit Frangipani Blüte (Foto: chari , Gili Meno, Lombok, Indonesien am 16.09.2016) [4723]

Die ruhigste Gili

Eben haben wir hier Bunga Rembiga entdeckt – aus der Ferne betrachtet ist sie eher unscheinbar. Wer etwas näher rangeht erkennt das kleine Krönchen, das auf der Blüte sitzt und für die deutsche Bezeichnung Kronenblume verantwortlich ist.

Kuala Lumpur am 30.08.2016 07:54 (chari) [354]

Schüler üben für den Unabhängigkeitstag (Foto: chari , Kuala Lumpur, Kuala Lumpur, Malaysia am 28.08.2016) [4708]

Bald ist Hari Merdeka

Malaysia feiert morgen 59 Jahre Unabhängigkeit. Die Nachrichten sind voll von Bildern über fahnenschwenkende Schüler, marschierende Soldaten. Vor zwei Tagen schon, erfüllte ohrenbetäubender Lärm von tieffliegende Militärjets unseren Aufenthalt im Sri Mahamariamman Hindutemple. Alles soll morgen perfekt funktionieren.

Ein kleiner häßlicher Störfaktor sind die seit einem Tag stetig steigenden API-Werte. Schon gestern wurden Werte von über 75 für die Region um Kula Lumpur gemeldet. Heute erreichen die um 06:00 Uhr morgens gemessenen Werte im Süden (Putrajaya) 123. Putrajaya ist das Regierungsviertel – vielleicht die richtige Adresse für dense Haze. Ursache sind wahrscheinlich wieder unkontrollierte Waldbrände auf der Nachbarinsel Sumatra.

Sandakan am 24.08.2016 11:08 (katarina) [353]

Orang Utan auf dem Ast (Foto: katarina , Sepilok, Sabah, Malaysia am 22.08.2016) [4702]

Und was, wenn es die letzten sind?

Gestern Abend habe ich einen Tarsier gesehen! Das habe ich mir schon lange gewünscht und es war eine meiner schönsten Tierbegegnungen. Ich war fast aufgeregt als ein Guide beim Nightwalk flüsterte: Ein Tarsier ...

Der Western Tarsier ist ein nachtaktiver kleiner Primat, der in den Bäumen lebt. Als wir ihn trafen, kaute er etwas und drehte seinen Kopf zu uns. Erst von links nach rechts und dann wieder zurück. Dann von rechts nach links (er kann seinen Kopf wohl um 360 Grad drehen). Er schaute uns an. Gelassen. Sein Körper war rundgeformt - puschelig. Eine Augenweide, wie er sich an den Baum schmiegte mit seinen filigranen Fingern. Gerade als ich dachte: Oh, vielleicht kann er bei den vielen Leuten hier nicht weg?, sprang er. Mit zügigen Sprüngen bis zu 1,5 Metern weit und geschickt von Baum zu Baum bis er in der Dunkelheit verschwand.

Unsere letzten 3 Tage waren erfüllt von Tierbeobachtungen. Einen weiteren Baumbewohner - den Orang Utan - durften wir in freier Wildbahn erleben. Auf unseren Kinabatangan-Flusstouren sahen wir ein Krokodil, 3 verschiedene Arten von Nashornvögeln, 2 Eisvögel-Arten, Nasenaffen, Seeadler, Monitor Lizard, Flughund, Mousedeer, mehrere Baumnymphen, verschiedene weitere Insekten und Vögel.

Trotz dieser großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist ganz deutlich zu sehen und zu spüren, wie sehr ihr Lebensraum bedroht ist und schrumpft. Kilometerweite Palmölplantagen machen sich breit und halten manchmal erst kurz vorm Ufer des Kinabatangan. Eine unbeschreibliche Pflanzen- und Tiervielfalt ist bedroht.

Hier sind wir gefragt! Das Palmöl wird zu über 80% in unsere westliche Länder exportiert und landet bei uns im Essen (Kekse, Schokoriegel, Margarine,...), in der Kosmetik und im Bio-Diesel. Wir können vieles mit unserer Art zu konsumieren beeinflussen, und indem wir weitere Menschen dazu anregen.

Seit knapp einem Jahr führe ich mit dem Welthaus Bielefeld ein Regenwald-Projekt an Grundschulen in Ostwestfalen-Lippe durch. Neben der Einmaligkeit des Ökosystems Regenwald versuchen wir spielerisch auch auf seine Gefährdung hinzuweisen und erarbeiten Handlungsoptionen. Unvergessen ist für mich die Frage von einem Kind am Ende eines Projektes: Warum tun die das? Nach einer kurzen Gedanken-Pause gibt sich das Kind die Antwort selbst: Doch nicht etwa nur wegen dem Geld?!

Kuching am 15.08.2016 06:51 (katarina) [352]

Wandern im Paradies (Foto: katarina , Tanjung Datu National Park, Sarawak, Malaysia am 14.08.2016) [4693]

Zurück aus dem Paradies!

Während wir hier warten, dass unser kleines Flugzeug nach Mulu startklar ist, nutze ich die Gelegenheit für eine Status-Meldung. Wir waren im Paradies! Ein Zufall hat uns dort hingebracht ...

Ein Gespräch mit unseren Kooperationspartnern Jo-Lynn und Jackie brachte uns auf die Idee. Und so kam es, dass wir die letzten beiden Tage die nordwestlichste Küsten-Spitze Sarawaks, samt der kleinen Insel Talang erkundet haben. Diese kleine Insel darf nur mit einer Extra-Genehmigung betreten werden. Hier im feinen Sand legen nämlich die zwei große Meeresschildkröten-Arten (Green Turtle und Olive Ridley Turtle) ihre Eier ab. Um diese vor natürlichen Feinden wie z.B. den Monitor Lizard zu schützen, werden sie von den Rangern vorsichtig ausgegraben und in die Turtel Hatchery gebracht. Dort liegen sie dann geschützt zwischen 45-70 Tagen, bis die kleinen Schildkröten beschließen jetzt ist die richtige Zeit zu schlüpfen. Danach gehen sie vom Strand aus ihren Weg ins Meer.

Die Ranger haben uns viel über das Schutzprogramm erzählt und es war förmlich zu spüren, mit wie viel Enthusiasmus sie sich für den Erhalt der gefährdeten Meeresschildkröten-Arten einsetzen. Einer der Ranger arbeitet bereits seit 16 Jahren hier. Er ist immer zwei Wochen auf der Insel und dann 1 Woche im Dorf Semantang an der Küste bei seiner Familie. In Kürze wollen wir hier noch mehr Informationen zum Volunteer Programm veröffentlichen, dass euch ermöglicht 4 Tage (oder länger) vor Ort dieses Projekt zu unterstützen. Neben der sehr sinnvollen Tätigkeit gibt es kaum schönere Orte tropisches Meer zu genießen und im Korallenriff nach bunten Fischen und den Green Turtels Aussschau zu halten.

Das haben wir dann auch getan :-) Bis zur Kante des Korallenriffs war unter Wasser allerhand zu sehen: Fächerkorallen, Papageienfische, Clownsfische, große Röhrenschwämme ... Unser kleines Boot brachte uns anschließend wieder an die Küste zum Nationalpark Tanjung Datu. Dort haben wir übernachtet und am Tag drauf schöne Regenwald- und Strandwanderungen unternommen.

Kuching am 08.08.2016 01:38 (chari) [351]

Spätes Essen in der Jalan Padungan (Foto: chari , Kuching, Sarawak, Malaysia am 08.08.2016) [4689]

Borneo wir sind da

Eben im Hotel eingecheckt sind wir noch auf ein kleines Nachtmal zur Lieblings Hawker-Food-Halle unterwegs gewesen. Der Rojak-Mann war zwar leider nicht da, dafür gab es allerdings Cha Kueh ... auch sehr lecker - und dazu ein Tsingtao :-)

der Laden am 06.08.2016 23:56 (katarina) [350]

der neue kleine naturaMUNDO Reisebus (Foto: katarina , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 01.08.2016) [4688]

Borneo wir kommen!

Ist er nicht chic? Passend zum baldigen Start unserer Borneo Reise erreichte uns dieses Geschenk. Vorbildlich aus recyceltem Material hergestellt und sehr ökologisch im Verbrauch.

Corte am 26.05.2016 15:04 (katarina) [349]

gefrorener Bergsee Rinosu kurz vorm Bocca Muzzella (Foto: katarina , Corte, Korsika, Frankreich am 25.05.2016) [4662]

GR20 en solitude - oder der leckerste Pastis

Ein ambitioniertes Vorhaben. Vor 2 Tagen war das Wetter in den korsischen Bergen stürmisch und regnerisch und so haben wir vernünftigerweise unsere Wandertour-Idee an der Refuge de l´Onda abgebrochen …

Für gestern war Traumwetter angesagt :-) Also starteten wir den zweiten Versuch morgens in der Früh. Erst ging es mit dem Auto zur Bergerie de Grotelle ins Restonica Tal. Auf dem sonst übervollen Parkplatz war zu der Uhrzeit unendlich viel Platz. Das erste Frühstück gab es am Lac de Melo. Ein herrliches Bergseepanorama mit frischem Quellwasser, Fotoshooting und Vogelgezwitscher. Danach ging es links hoch zum Bocca Soglia, wo man auf den GR20 trifft. Schon auf dem Weg dorthin mussten wir einige Schneefelder durchqueren. Auf dem GR20 wurden es dann bis zum Bocca Muzzella mehr und mehr. Wir hatten mitbekommen, dass die Breche de Capitello derzeit nur mit Steigeisen zu begehen sei. Unsere Schneepassagen erforderten zwar an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas Mut, waren aber passierbar.

Die Blicke in die winterliche Berglandschaft ließen uns mehrmals atemstockend stehen bleiben. Vor allem der Moment als wir einen kleinen zugefrorenen Bergsee entdeckten und meinten den Lac de Rinosu zu erkennen. Aber nein! Ein paar Schritte später zeigt sich der Lac de Renosu erst. Majestätisch und zugefroren. Auf dem Bocca Muzzella gönnten wir uns ein zweites Frühstück und steuerten dann die Refuge Petra Piana an. Schon von oben konnten wir sehen: Die Hütte hat ein neues grün glitzerndes Dach. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Guardien setzten wir unsere Bergtour über die alpine Variante auf dem Grat zur Refuge de l´Onda fort.

Beachtlich die Einsamkeit in dieser winterlichen Berglandschaft! Nachdem wir am Morgen den Melosee hinter uns gelassen hatten, haben wir den ganzen Tag über keinen Menschen mehr getroffen - außer den Hüttenwirt an der Petra Piana und einen einzelnen Wanderer, der es sich in der Refuge de l´Onda bequem gemacht hatte.

Um so schöner war es als wir dann kurz vor dem Bergdorf Canaglia eine SMS bekamen, ob wir abgeholt werden wollen. Das ersparte uns die letzten 4 km auf der Straße bis zu unserem Ziel. Selten hat ein Casanis so lecker geschmeckt, wie dieser!! :-)

Macinaggio am 17.05.2016 15:20 (chari) [348]

Foto-Ausstellung an der Hafenmauer (Foto: chari , Macinaggio, Korsika, Frankreich am 17.05.2016) [4654]

Beinahe übersehen ...

wer nicht an der Hafenmauer entlang zur Hafenausfahrt geht, übersieht diese besondere Fotoausstellung

Hortense Le Calvez und Mathieu Goussin haben hier im Meer verankerte Strukturen aus Holz und Metall fotografiert. Auf den ersten Blick erscheinen diese unwirklich anmutenden Installationen wie Gemälde. Erst die Dokumentation mit Taucher im Bild verrät, dass diese Darstellungen kunstvoll inszenierte Unterwasserfotografien sind.

Die Bilder unter dem Projekttitel Smantilla sind neben anderen auf der Projektseite www.fotograficasa.com zu finden.

Macinaggio am 17.05.2016 11:59 (chari) [347]

Hafen (Foto: chari , Macinaggio, Korsika, Frankreich am 17.05.2016) [4653]

In Macinaghju gibt's Hipster

ein wunderbarer Tag hier am Cap Corse. Die Sonne scheint, die Kirchturmglocken läuten zur Mittagszeit, im Hafenbecken vor mir schaukeln die Maste der Segelboote beschaulich hin und her und am Nebentisch sitzt der mittlerweile weltweit vertretene Hipster mit Vollbart und Dutt und trinkt Pastis.

Bocognano am 08.05.2016 13:09 (chari) [346]

Bahnhof (Foto: chari , Bocognano, Korsika, Frankreich am 08.05.2016) [4644]

Der Beginn unserer Corse authentique

Eben hier angekommen - kleines Picknick vor dem Beau Sejour und dann in die Bar des Amis :-)

Thessaloniki am 06.05.2016 01:43 (katarina) [345]

Wie verlassen Saloniki (Foto: chari , Thessaloniki, Zentralmakedonien, Griechenland am 06.05.2015) [4641]

Letzte Nacht in Saloniki

Wir verlassen morgen Saloniki

Bielefeld am 18.02.2016 12:12 (chari) [344]

Schneeglöckchen (Foto: chari , Bielefeld, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 18.02.2016) [4633]

Schneeglöckchen

der Laden am 02.02.2016 16:16 (chari) [343]

Blick aus dem Zelt (Foto: chari , der Laden, Unteres Weserbergland 53, Deutschland am 02.02.2016) [4632]

Gute Aussichten.

Der Blick aus dem Zelt kann auch mal ganz anders sein. Wenn wir hier unser Material überprüfen und auf Bestzustand bringen schauen wir auf Zimmerpflanzen und chinesische Dekoschirmchen. Im Campo und im guten alten Auriga (Bild) haben Gäste zuletzt auf unserer Sumatra-Reise auf über 3000m geschlafen. Das Hogan war zuletzt auf dem GR20 im Dauereinsatz.

Sie sehen dank bester Pflege natürlich alle super aus und sind jetzt klar für die nächste Tour :-) Wir testen hier noch zwei Exoten-Zelte, die schon lange nicht mehr im Einsatz waren - vielleicht gibt's da auch noch ein Bild …

der Laden am 30.01.2016 14:54 (chari) [342]

Brücke über den winterlichen Silberbach (Foto: chari , Silberbachtal, Oberes Weserbergland 36, Deutschland am 16.01.2016) [4628]

Lieblingsrouten leider erst am 14. Februar

der Regen, der Regen, der Regen

der Laden am 17.01.2016 16:19 (chari) [341]

Eisige Bachquerung (Foto: katarina , Silberbachtal, Oberes Weserbergland 36, Deutschland am 16.01.2016) [4629]

Kalter Silberbach

Obwohl der ein oder andere das schon bezweifelt hat - möglicherweise kommt der Winter doch zu uns! Wir haben uns gestern im Siberbachtal davon überzeugt. Dort fiel von oben der Schnee und das Wasser im Bach war eisig kalt. Wir sind gespannt wieviel davon in den nächsten zwei Wochen bleibt oder noch dazu kommt. Dann startet nämlich unsere traditionelle Wintertour im Teuto.

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